Titel
Die Murmeltiere auf Vancouver Island (Marmota vancouverensis, Rodentia, Sciuridae) : Bedrohung einer seltenen Art durch Habitatverlust und genetische Verarmung
Verfasser
Erscheinungsjahr
1999
Illustrationen
11 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
10627
Datensatznummer
200053820
Quelle
Abstract
Marmota vancouverensis hat während der vergangenen 10 Jahre einen dramatischen Einbruch der Populationsgröße erfahren. Um diese Art vor dem Aussterben zu bewahren, wurde ein Rettungsprogramm gestartet, welches die Nachzucht in Gefangenschaft, Wiederansiedelungen und die Wiederherstellung stabiler Populationen in geeigneten Habitaten beinhaltet. Zu diesem Zweck wäre es hilfreich, genetische Marker für die Überprüfung der Populationsentwicklung zu haben, speziell in Hinblick auf die Vermeidung von Inzucht und den Verlust von Variabilität. Zusätzlich ist es wichtig, grundlegende Informationen über den gegenwärtigen genetischen Status der verbliebenen Population zu erhalten. In den letzten Jahren hat unsere Arbeitsgruppe Populationsanalysen am Alpenmurmeltier (M. marmota) im gesamten ostalpinen Verbreitungsgebiet dieser Art durchgeführt. Zehn in M. marmota polymorphe Mikrosatellitenloci wurden auch in 21 Individuen von M. vancouverensis getestet. Wegen der strengen Schutzbestimmungen für diese Art wurden Haarwurzelproben als Ausgangsmaterial für die DNA-Extraktion verwendet. Die Mikrosatelliten wurden mittels PCR amplifiziert. Die Zahl der Allele wie auch der Heterozygotiegrad waren in M. vancouverensis deutlich niedriger. Eine Verarmung des Genpools stellt somit neben der abnehmenden Populationsgröße eine zusätzliche Bedrohung dar. Als Hauptproblem für die Erhaltung der Art ist jedoch der Mangel an geeigneten Habitaten anzusehen.