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  • Titel
    Belastung und Beanspruchung durch unterschiedliche Pflanzverfahren zur Wiederaufforstung von Sturmschadensflaechen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    2 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4904
  • Datensatznummer
    200053695
  • Quelle
  • Abstract
    Vom Institut fuer Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft wurde die ergonomische Eignung von verschiedenen Pflanzverfahren untersucht. Gepflanzt wurden 0,8m grosse Eichen auf einer teilgeraeumten Sturmschadensflaeche. An einer Versuchsperson wurden bei zehn Ganztagesstudien Messungen der Herzschlagfrequenz vorgenommen. Der Proband arbeitete bei Winkel-, Hohlbohrer- und Hohlspatenpflanzung im Bereich seiner individuellen Dauerleistungsgrenze (DLG). Als wenig beanspruchend fuer das Herz-Kreislaufsystem erwies sich das Arbeiten mit dem Ein-Mann- Erdbohrgeraet. Auffallend hohe Herzschlagfrequenzen wurden dagegen bei der Lochpflanzung mit der Wiederhopfhaue gemessen. Sie lagen deutlich ueber der Dauerleistungsgrenze. Daher sollte dieses Verfahren nur in Ausnahmefaellen angewendet werden. Hebe- und Drehbewegungen des Koerpers sowie Laerm- und Vibrationsbelastungen (Ein-Mann-Erdbohrgeraet) sind zusaetzlich in die Gesamtbeurteilung einzubeziehen. Es wird empfohlen, dem Arbeitnehmer die Wahl zwischen der Winkel-, Hohlspaten- und Hohlbohrerpflanzung zu ueberlassen, sofern wegen der Laerm- und Vibrationsbelastung auf eine motormanuelle Pflanzung verzichtet werden soll und keine waldbaulichen Bedenken dagegensprechen. Diese Verfahren sind sowohl aus ergonomischer Sicht als auch hinsichtlich ihrer Leistung nahezu gleichwertig. Der Arbeitnehmer wird das fuer ihn guenstigste Verfahren, also die optimale Kombination aus Beanspruchung und Leistung waehlen. Dadurch wird die Arbeitsmotivation steigen und eine Abstimmung auf die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen moeglich.