Titel
Wertschöpfungspotentiale und ihre Realisierung entlang von Holzernte- und Logistikketten - dargestellt am Beispiel der kundenorientierten Aushaltung mit Vollerntersystemen
Paralleltitel
Potential for Added Value in Wood-Supply-Chains - the bucking-to-order harvesting system as an example
Verfasser
Erscheinungsjahr
1998
Illustrationen
12 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200053526
Quelle
Abstract
Vollernter werden bis heute in Deutschland vor allem als Holzerntemaschinen zur kostengünstigen und schnellen Bereitstellung von Nadelrundholz in genormten Abschnittslängen betrachtet und überwiegend im rahmen der traditionellen Holzbereitstellung an der Waldstraße eingesetzt. Vorgelagerte (Bestandesauswahl, Bestandesvorbereitung) und nachgelagerte (Holzvermessung, Organisation des Holztransports) Aktivitäten bleiben dabei weitgehend unverändert. Ungenützt bleiben damit jene Kostensenkungs- und Wertschöpfungspotentiale, die sich bei einer kundenorientierten Ausrichtung und Verknüpfung aller einzelnen Aktivitäten zwischen Wald und Werk zu einer Holzernte-Logistikkette ergeben. Mit Prozeßrechnern und moderner Informations- und Kommunikationstechnologie ausgerüstete Harvester können einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung von zunächst nur theoretisch beziehungsweise gedanklich definierten Wertschöpfungspotentialen leitsten. Am Beispiel des Übergangs von der Aushaltung schematisch gekappter Fixlängen zu einer auftragsbezogenen Holzbereitstellung wird deutlich gemacht, an welchen Punkten welche Wertschöpfungspotentiale bestehen. Das Zusammenwirken bisher weitgehend isoliert voneinander agierender Marktpartner, wie zum Beispiel Forstbetrieb, Holzeinschlagsunternehmer, Holztransportunternehmen und Holzindustrie im Rahmen von Logistikketten bereitet Mühe und zusätzlichen, auch gedanklichen Aufwand. Nichts wirkt überzeugender als zuverlässig hergeleitete Größenordnungen finanzieller Vorteile, die mit einer engeren Verzahnung der Informations- und Lieferströme verbunden sind. Hierzu sind methodisch nicht immer einfache, praxisnahe betriebliche Untersuchungen nötig, die der aktiven Mitwirkung aller beteiligten Partner bedürfen. Empirische Untersuchungen ermöglichen es, einen Teil dieser Potentiale zu quantifizieren und mit Geldgrößen zu bewerten. Andere - womöglich bedeutungsvollere - Vorteile können auch in ihrer Größenordnung heute noch kaum abgeschätzt werden. Die vorgelegten ersten Ergebnisse einer entsprechenden Untersuchung lassen es jedoch lohnend erscheinen, auf diesen Weg weiter voranzuschreiten.