Titel
Die Architektur der primären Zellwand : The apoplast and its significance for the nutrition of higher plants
Verfasser
Erscheinungsjahr
1998
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200053131
Quelle
Abstract
Es gibt beinahe keinen Aspekt in der pflanzlichen Entwicklung, bei dem die Zellwand nicht von Bedeutung wäre. Die Zellwand ist eine dynamische Struktur bestehend aus Polysacchariden, Strukturproteinen und Phenolsäuren. Die Anwendung neuer Techniken, wie die Verwendung von Antikörpern gegen bestimmte Zellwandbestandteile, neue Techniken in der Elektronenmikroskopie, neue physikalisch-chemische Methoden wie FTIR und NMR, sowie eine verfeinerte biochemische Analytik haben entscheidend zu einem neuen Verständnis der pflanzlichen Zellwand beigetragen. Die extrazelluläre Matrix wird nicht länger als statische Struktur verstanden, deren Komponenten kovalent miteinander verknüpft sind, sondern als flexibles, entwicklungsabhängiges Netzwertk, das vor allem auf nicht-kovalenten Wechselwirkungen beruht. Es können drei unabhängige, aber interagierende Netzwerke unterschieden werden, die lokale Mikrodomänen bilden: das Cellulose Mikrofibrillen - Xyloglucan Netzwerk, das Netzwerk aus Pektinen und das Netzwerk aus Strukturproteinen und phenolischen Substanzen. Dieser Übersichtsartikel faßt die aktuellen Vorstellungen über die Architektur und die biochemische Zusammensetzung der pflanzlichen Primärwand zusammen.