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  • Titel
    Strategien zur Erhaltung forstlicher Genressourcen erläutert am Beispiel von Eiche, Fichte und Douglasie
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    92 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4733
  • Datensatznummer
    200052817
  • Quelle
  • Abstract
    Vor dem Hintergrund der Waldentwicklung auf der Welt wird die Notwendigkeit der Erhaltung forstlicher Genressourcen diskutiert. Ein Schwerpunkt der Diskussion liegt auf Mitteleuropa. Die Kenntnisse über die genetische Variation von Waldbaumarten wird unter Erhaltungsgesichtspunkten bewertet und grundsätzliche Überlegungen zu Erhaltungsarbeiten vorgestellt. Die Evaluierung ist eine wichtige Voraussetzung für Entscheidungen. Die forstgeschichtliche Entwicklung erschwert in Mitteleuropa ein klares Bild. In-situ- und Ex-situ-Erhaltung werden als sich gegenseitig ergänzende Massnahme betrachtet. Zahlreiche biologische Begrenzungen für eine wirksame Erhaltungsarbeit - wie z.B. Fehlen erprobter Stichprobenverfahren und Stichprobengrössen, Veränderung der Umweltbedingungen, Anzahl der erfassbaren Merkmale, Lebensdauer von Samen und Lagerbedingungen, Teilkenntnis der Variationsmuster - werden besprochen. Das Vorgehen bei der Erhaltungsarbeit unter unseren Bedingungen wird beschrieben: - Festlegung und Beschreibung der Arten und ihrer Verteilung - Festlegung der Erhaltungsintensitaet je Wuchsgebiet - Festlegung von Erhaltungseinheiten - Erarbeiten von Bewirtschaftungsgrundsätzen und Verwaltungsvorschriften - Sicherstellung der Finanzierung. Die Hauptwaldbaumarten Quercus robur, Quercus petraea, Picea abies und Pseudotsuga menziesii werden beispielhaft besprochen. Sie repräsentieren einheimische und fremdländische Baumarten, Arten mit klinaler und ökotypischer Variation, Arten mit recalzitrantem Saatgut und lagerfähigem Saatgut. Der Stand der Erhaltungsarbeiten für diese Arten wird dargestellt. Die wesentlichen Begrenzungen für eine wirksame Erhaltungsarbeit sind begrenzte Finanzmittel, Mangel an Kenntnis über die Variationsmuster und populationsgenetische Grundlagen. Eine möglichst enge Einbindung der Erhaltungsarbeit in die praktische Forstwirtschaft, in den Naturschutz und in die Forstpflanzenzüchtung wird für zwingend notwendig gehalten, um Kosten zu sparen und die langfristige Wirksamkeit der Arbeit zu sichern.