Titel
Zu einem ungewoehnlichen Massenauftreten der Holzwespe Sirex juvencus an Kiefern und ihrer Parasitierung durch Nematoden der Gattung Deladenus
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
5 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4699
Datensatznummer
200052231
Quelle
Abstract
Infolge zweier heisser und trockener Sommer in den Jahren 1991 und 1992 kam es im norddeutschen Tiefland zu einer Massenvermehrung holz- und rindenbruetender Insekten. Die sowohl im territorialen Ausmass als auch in der Befallsintensitaet ungewoehnliche Gradation von Holzwespen der Gattung Sirex (hauptsaechlich Sirex juvencus) an Pinus sylvestris gab Anlass, Erhebungen ueber deren Besatzdichte und ueber ihren Parasitierungsgrad mit Nematoden durchzufuehren. In einem stark geschaedigten Stangenholz-Bestand bei Straupitz im Land Brandenburg wurde bei einem Vorhandensein von durchschnittlich 86 Ausbohrloechern pro Stamm (Durchmesser 12-13cm) ein bevorzugter Befall in der Hoehe von 2-6m festgestellt. Aus gedaefigten Stammsegmenten von einem Kiefernforst bei Theessen an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt schluepften 179 Holzwespen der Art Sirex juvencus und 77 Holzwespen-Parasiten der Gattung Ibalia. 83% der weiblichen und 77% der maennlichen Holzwespen waren von Nematoden der Art Deladenus siricidicola befallen, welche die Vermehrungsrate der Holzwespen senken und in einigen aussereuropaeischen Gebieten zur Bekaempfung der Holzwespen eingesetzt werden. Die Eier der Holzwespen waren nur zu einem geringen Prozentsatz, die prasitischen Hymenopteren nicht von Nematoden parasitiert.