Titel
Zum Transport von Pflanzenschutzmitteln in Baeumen nach Stamminjektion
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Illustrationen
11 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4699
Datensatznummer
200052014
Quelle
Abstract
Bei drei Sommerlinden (Tilia platyphyllos Scop.) sowie sieben weiteren Laub- und Nadelbaeumen wurden mittels eines speziellen Injektionsgeraetes 4g Phosphamidon je Baumstamm injiziert und anschliessend durch chemische Analyse von Blatt- und Nadelproben Transport und Verteilung des Wirkstoffes im Baum untersucht. Hierbei konnte festgestellt werden, dass eine relativ langsame Anreicherung des Wirkstoffes in den Assimilationsorganen erfolgt, wobei das Maximum etwa 14 Tage nach Injektion erreicht wird. Trotz der geringen Applikationsmenge wurden dabei Insektizid-Werte gefunden, die denen von herkoemmlichen Spritzanwendungen vergleichbar sind. Unterschiede zwischen Fruehjahrs- und Sommeranwendung sowie bei der Exposition der Probenahme nach verschiedenen Himmelsrichrungen waren nicht zu erkennen. Allerdings war die Streuung der Werte insgesamt sehr hoch, so dass von einer recht ungleichmaessigen Verteilung in der Baumkrone ausgegangen werden muss. Dort, wo verzoegerte Wirksamkeit und heterogene Verteilung in Kauf genommen werden kann, bietet eine entsprechende Injektionsanwendung rein technisch gesehen eine vergleichsweise einfach handhabbare, anwender- und umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Applikationsverfahren. Die mit der Injektion verbundene Stammverwundung schraenkt einen sinnvollen Einsatz des Behandlungsverfahrens allerdings stark ein.