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  • Titel
    Mineralstoff- und Ionenhaushalt von Fichten entlang eines Hoehenprofils im Zillertal (Oesterreich)
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Illustrationen
    6 Abb., 1 Tab., 43 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5943
  • Datensatznummer
    200051678
  • Quelle
  • Abstract
    Mineralstoffgehalt und Muster an wasserloeslichen Ionen im Zellsaft der Fichten zeigen an den drei Standorten Schwendberghof (700 m), Talwiese (1000 m) und Stockaste (1520 m) entlang des Hoehenprofiles "Zillertal" keine auffaelligen Abweichungen vom "Normbild". Die Absolutgehalte wichtiger Makronaehrelemente (v.a. K und Mg) liegen allerdings relativ niedrig, moeglicherweise als Folge einer gewissen leaching-Gefaehrdung. Insbesondere ist die sehr niedrige Konzentration an freiem, wasserloeslichem Calcium zu erwaehnen, deren physiologische Relevanz sich vorerst nicht abschaetzen laesst. Chlorid ist an allen drei Standorten in niedrigen Konzentrationen in den Nadeln vorhanden. Dagegen muss nach der Hoehe des Sulfatgehaltes in der Fichte von Standort 3 (ca. 0,1% Sulfat-S) auf eine nicht unbetraechtliche SO2-Einwirkung geschlossen werden. Die Sulfatspiegel in den Nadeln der Fichten 1 und 2 liegen dagegen groessenordnungsmaessig im Bereich der Sulfatgehalte an "Reinluftstandorten". Die Gehalte an organischen Saeuren (Shikimisaeure und Chinasaeure) sind parallel zu den Kationenspiegeln niedrig, ein fuer typische Waldschadensgebiete markanter Abfall mit dem Nadelalter ist aber nicht zu beobachten. Die Verteilung der Mikroelemente liegt im Rahmen der aus der Literatur bekannten Referenzdaten. Weder Mangelsituation noch Toxizitaet (Mn) liegen vor. Die Stickstoffgehalte der juengeren Nadeljahrgaenge liegen im unteren Bereich der publizierten "Norm- Werte", und auch die Nitratgehalte sind generell niedrig. Demnach gibt es keine Indizien fuer eine gravierende Stoerung des Stickstoffhaushaltes der betroffenen Baeume. In Relation zu den allgemein niedrigen Mineralstoffgehalten scheint Stickstoff in ausreichender Menge vorhanden zu sein. Die Phosphorversorgung aller drei Baeume ist sehr gut. Eine gravierende Beeinflussung der Vitalitaet der untersuchten Fichten ist von seiten des Mineralstoffwechsel nicht gegeben, doch wirken die niedrigen Naehrstoffspiegel moeglicherweise disponierend in Bezug auf stressbedingte Baumschaedigung.