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  • Titel
    Partizipation - ein neues Grundprinzip in der Forstpolitik?
  • Paralleltitel
    Paricipation - a new principle in forest policy?
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    41 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    621
  • Datensatznummer
    200051217
  • Quelle
  • Abstract
    Forstleute besaßen lange Zeit die alleinige Verantwortung für die qualitative und quantitative Walderhaltung. Seit einigen Jahren nehmen sich Nichtregierungsorganisationen (NRO's) verstärkt forstlicher Themen an und werden damit zu neuen Akteuren der Forstpolitik. Gefördert wurde diese Entwicklung durch internationale Vereinbarung wie die Agenda 21, die eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für NRO's bewirkte. In diesem Vertragswerk werden die "Unterzeichnerstaaten" dazu aufgefordert, Partizipation, d.h. Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen von verschiedensten gesellschaftlichen Gruppierungen, zu fördern. Generell gibt es verschiedene Ebenen, auf denen Partizipation möglich ist: auf der lokalen, regionalen überregionalen, nationalen und internationalen Ebene. Die Beteiligung von NRO's an forstpolitischen Entscheidungsprozessen beinhaltet sowohl positive als auch negative Aspekte. Problematisch sind das Demokratiedefizit vieler NRO's, eine eventuelle Unterminierung von Entscheidungen durch sprachgewandte Minderheiten, unter Umständen höhere Kosten und ein größerer Zeitaufwand durch Beteiligung zahlreicher Gruppen. Dennoch sind partizipatorische Ansätze aus der heutigen politischen Landschaft - auch aus der forstpolitischen - nicht mehr wegzudenken. Sie sind zu verstehen als eine Möglichkeit, den ständig wachsenden Anforderungen an die Forsteirtschaft einfacher zu begegnen und die Einflüsse anderer Gruppen, bzw. Teilöffentlichkeiten, zum Wohle des ökosystems Wald zu nutzen. Es muß allerdings deutlich gemacht werden, daß auch die Waldbesitzer zum Kreis der "Partizipatoren" gehören.