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  • Titel
    Zusammenhang zwischen insektenfrassbedingten Blattverlusten und dem Kronenzustand von Eichenbeständen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    11 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4639
  • Datensatznummer
    200050122
  • Quelle
  • Abstract
    Die heimischen Eichenarten unterliegen erwartungsgemäss jahres- und gebietsweise unterschiedlich starker Belastung durch Insektenfrass. Die Auswirkungen dieses Insektenfrasses auf den Kronenzustand zum Zeitpunkt der Waldzustandserhebung sind ebenfalls von Jahr zu Jahr verschieden. Ursache hierfür ist die unterschiedliche Regeneration der Eichen durch Ersatztriebbildung. Nach den vorliegenden Beobachtungen scheinen die Eichen in Jahren mit günstigen Witterungsbedingungen insektenfrassbedingte Blattverluste deutlich besser zu regenerieren als in Jahren mit ungünstigen Witterungsverhältnissen. Auch mehrjähriger Eichenwickler-/Frostspannerfrass wirkte sich auf den untersuchten Flächen nicht deutlich erkennbar auf den Kronenzustand der Eichen aus. Auf den durch die Eichenwicklerschadgesellschaft betroffenen Versuchsflächen sind seit 1984 vier Eichen abgestorben. Davon wiesen lediglich zwei Bäume vor dem Absterben hohe Blattverluste durch Insektenfrass auf. Drastische Ausfälle gab es dagegen in einem auf einem staunassen Standort stockenden, durch Schwammspinnerfrass und anschliessenden Mehltaubefall beeinträchtigten Versuchsbestand. Als Voraussetzung für umfangreiche Absterbeerscheinungen können aus diesen Erfahrungen neben Insektenfrasschaeden zusätzliche Belastungen, z.B. durch Überstauung in der Vegetationszeit, Vorschädigungen durch Winterfröste, Agrilus-Befall etc. angesehen werden.