Titel
Standoertliche Zonierung von Eichenwaldoekosystemen in Ostoesterreich
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Illustrationen
34 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
12495
Datensatznummer
200049883
Quelle
Abstract
Um den Ursachen fuer die auftretenden Schaedigungen von Eichenwaeldern differenziert nach standortkundlichen Merkmalen nachgehen zu koennen, wurde versucht, 57 Probeflaechen in ostoesterreichischen Eichenwaeldern nach verschiedenen Gesichtspunkten zu kleineren, in sich aehnlichen Standortsgruppen zusammenzufassen. Der Zusammenhang zur Symptomatik soll erst in einem zweiten Schritt innerhalb dieser Einheiten hergestellt werden. Dadurch soll vermieden werden, dass kleinraeumig relevante Ursache- Wirkungsbeziehungen in einer heterogenen Grundgesamtheit uebersehen werden. Ein zweites Ziel dieser Auswertung war, die Wuchsgebietsgliederung Ostoesterreichs anhand eines umfangreichen Datenmaterials nachzuvollziehen. Die Unterschiede zwischen den Wuchsgebieten 8.1 "Pannonisches Tief- und Huegelland" und 8.2 "Subillyrisches Huegel- und Terrassenland" traten auf allen Ebenen dieser Untersuchung zutage. Eine eindeutige Abgrenzung des Uebergangsbereiches zwischen den beiden Wuchsgebieten war durch diesen Beitrag nicht moeglich. Sollte es die Datenlage erfordern, sind die Wuchsgebiete als Auswerteeinheiten durchaus brauchbar. Hinsichtlich des Klimas erwies sich allen voran der Sommerniederschlag als differenzierende Groesse. In der Auswertung der Bodenuntersuchungen trennte der starke Karbonateinfluss den Nordosten Oesterreichs vom Suedosten, womit noch nichts ueber das Naehrstoffangebot allgemein gesagt ist. Es fanden sich Boeden aller Trophiestufen ueber den gesamten pH-Bereich. Eine gewichtige Bedeutung hat dieser Karbonateinfluss in den Boeden jedoch fuer die Naehrstoffversorgung der Eichen. Hohe pH-Werte bedingen eine feste Bindung von Phosphor, Mangan und Eisen im Boden, die sich in niedrigen Elementgehalten in den Blaettern niederschlaegt. Fuer das Element Phosphor wurde teilweise Mangel auf kalziumgesaettigten Boeden festgestellt. Schwache Magnesiumversorgung hingegen konzentrierte sich auf die schlechter basenversorgten Standortsgruppen. Schliesslich fanden die substratbedingten Unterschiede auch in der Vegetationszusammensetzung ihren Ausdruck. Die differenzierenden Artengruppen unterscheiden sich vor allem in den Reaktionszahlen nach Ellenberg.