Titel
Das Hoellental im Frankenwald - Flora und Vegetation eines floristisch bemerkenswerten Mittelgebirgstales
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
38 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4427
Datensatznummer
200046529
Quelle
Abstract
Die vorliegende Studie beginnt mit der Schilderung der Physiogeographie eines Durchbruchstales und analysiert im folgenden Flora und Vegetation des "Hoellentales" im Frankenwald. Das klimatisch montan getoente Mittelgebirgstal wird ueberwiegend von Wald- und Forstgesellschaften dominiert. Vegetationspraegend sind in der Aue und an den Talhaengen montane Phanerogamen und Kryptogamen einschliesslich der von ihnen aufgebauten Pflanzengesellschaften. Pflanzengeographisch bemerkenswert ist der reliktische Vegetationskomples am suedexponierten Steilhang um "Koenig David" und "Hirschsprung". Hier erreicht der zonale Buchenwald seine standoertliche Trockenheitsgrenze. Den felsenreichen Steilhang hat Fagus wahrscheinlich nie besiedelt. Bodensaure Traubeneichenwaelder (Quercion robori-petraeae), Winterlinden-Traubeneichenwaelder (Carpinion) und thermophile Edellaubholzwaelder (Tilio-Acerion) leiten ueber zu offenen Vegetationseinheiten auf noch trockeneren bzw. instabileren Boeden. Suedlichen bis suedoestlichen pflanzengeographischen Charakter haben die Gesellschaften des Berberidion, Geranion, Alysso-Sedion und des Seslerio- Festucion pallescentis, borealen Charakter die des Androsacion vandellii und des Dicrano-Pinion. Die besondere Bedeutung des Hoellentales hinsichtlich seiner Reste einer anthropogenen wenig beeinflussten Naturlandschaft mit zahlreichen Reliktsippen und -pflanzengesellschaften aus den Zeiten vor der Buchendominanz in Mitteleuropa wird betont. 0