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  • Titel
    Die nacheiszeitliche Ausbreitung und heutige pflanzensoziologische Stellung von Ilex aquifolium L.
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Illustrationen
    5 Abb., 108 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4427
  • Datensatznummer
    200046403
  • Quelle
  • Abstract
    Ursachen und Voraussetzung der Bildung von Ilex aquifolium-reichen Waldgesellschaften werden eroertert und diskutiert. Als atlantisch- submediterranes Gehoelz, das vor allem frueh- und spaetfrostgefaehrdet ist, benoetigt Ilex auf dem europaeischen Festland fast ueberall eine schuetzende Baumschicht. Das ist wichtig fuer die postglaziale Ausbreitung von Ilex aus seinen eiszeitlichen Refugien. Die Wege und naturraeumlichen Etablierungstendenzen werden nach aktuellen pollenanalytischen Befunden dargestellt. Diese zeigen die multifunktionellen Wirkungskomplexe bei der Ausbreitung von Ilex und dessen Einnischung in verschiedene Waldgesellschaften der Quercetalia robori-petraeae sowie der Fagetalia sylvaticae. Pflanzensoziologisch erfasst und ausgewertet werden Waldgesellschaften mit reichlichem Ilex-Unterwuchs, so das Fago-Quercetum, das Luzulo-Quercetum, Luzulo-Fagetum-Waelder, Carpinion-Gesellschaften und anspruchsvollere Kalkbuchenwaelder des Galio odorati-Fagenion. Dabei zeigte Ilex keine direkte Bindung an eine Waldgesellschaft; vielmehr sind die Ilex- reichen Waelder weitgehend als Relikte der ehemaligen Waldnutzung, vor allem der Waldweide, aufzufassen.