Titel
Leerschlittenaufzug : Ein weiterer Schritt zur Mechanisierung der Holzlieferung im Gebirge
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1955
Illustrationen
2 Abb.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4017
Datensatznummer
200045498
Quelle
Abstract
Die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten zwischen Ziehweganlage und Aufzugstrasse, die gegenüber der bisherigen Annahme wesentlich geringeren Gelände- und Richtungsansprüche der letzteren, lassen unter diesen Aspekten eine viel größere Zahl von Örtlichkeiten erwarten, deren technische Voraussetzungen für die Anlage eines "Leerschlittenaufzuges" genügen. Ebenso liegt die Grenze der finanziellen Wirtschaftlichkeit, wie die obige generelle Vergleichsrechnung bestätigt, so überraschend nahe beim Handschlittenzug ohne Maschinenbetrieb, daß sich durch eine nur kleine Steigerung der Reisenzahl diese Anlage bereits bezahlt macht. Diese Feststellungen sollten daher mit Anlaß sein, daß im Gebirgsforst so lang anhaltende Winterszeit zur rationellen, Arbeitskräfte und Fuhrpark schonenden Methode des "Leerschlittenaufzuges" weitgehend auszunützen. Die bereits vielfach bestehenden Bestrebungen durch Technisierung und Rationalisierung der Aperlieferung die lästige, so sehr von den Witterungsverhältnissen abhängige Winterlieferung völlig auszuschalten, würde im Gebirgsforst mit den anhaltenden Schneelagen die Waldarbeit zu einer überspitzten Saisonarbeit, mit ihren den Arbeitsgeist so schädigenden Folgen verwandeln. Diese Maßnahme in die Tat umgesetzt bedroht den Forstarbeiter in seiner bisherigen jährlichen Beschäftigungsdauer viel stärker, als der durch den Einsatz eines "Leerschlittenaufzuges" erzielte Zeitgewinn von wenigen Wochen dies vermag. Darum soll es in diesen exponierten Gegenden der Gebirgsforste nicht heißen: Abschaffung und weitgehende Einschränkung der Winterlieferung, sondern vielmehr Modernisierung dieser mit allen technischen Hilfsmitteln zum Vorteile des Betriebes, nicht zuletzt aber auch zum Vorteile des Waldarbeiters.