Titel
Untersuchungen ueber die Veraenderungen der Fichtenrinde durch thermische Behandlung
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Illustrationen
45 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
3618
Datensatznummer
200043258
Quelle
Abstract
An Fichtenbast und -borke wurde der Einfluss der thermischen Behandlung bei 103 Grad C (4h, 24h), 150 Grad C (2h, 4h, 8h) und 200 Grad C (0,5h, 1h, 2h, 4h) auf den Gewichtsverlust, den Extraktstoffgehalt (im Wasser und in Ethanol-Cyclohexn), den Holocellulosegehalt, den "Ligninrueckstand" (Halse) und den Pentosangehalt untersucht. In den waesserigen Extrakten wurden ferner der pH-Wert, die Pufferkapazitaet und der Gehalt an auswaschbaren fluechtigen Saeuren sowie der Polyphenolgehalt bestimmt. Darueber hinaus wurde die Veraenderung in der Hygroskopizitaet der Rinde ueber die Bestimmung des Wasserrueckhaltevermoegens (WRV-Wertes) und des Sorptionsverhaltens in feuchter Luft ermittelt. Durch die thermische Behandlung erfahren der Fichtenbast und die Fichtenborke Veraenderungen in ihrer chemischen Zusammensetzung und im physikalischen Verhalten. Die thermischen Behandlungen fuehren zu einer deutlichen Gewichtsabnahme der Rinde, zu einer Verringerung des Extraktstoffgehalts (im Wasser und in Ethanol-Cyclohexan), des Holocellulose-, des Pentosangehalts, zur nennenswerten Erhoehung des "Ligninrueckstands". Der pH-Wert der waessrigen Extrakte nahm bis zu einer Temperatur 150 Grad C ab, um bei 200 Grad C etwas anzusteigen. Die Pufferkapazitaet der waessrigen Extrakte erhoeht sich im allgemeinen mit steigender Behandlungstemperatur und -dauer. Die thermische Behandlung ruft weiterhin eine Erhoehung des Gehalts an auswaschbaren fluechtigen Saeuren und eine Verringerung des Polyphenolgehalts in den waessrigen Extrakten hervor. Infolge therischer Behandlung nehmen das Wasserrueckhaltevermoegen sowie die Feuchteaufnahme des Rindenbastes und der Rindenborke, insbesondere im Bereich hoher rel. Luftfeuchte, ab. Die Veraenderungen im Fichtenbast waren meistens weitaus deutlicher als die in der Fichtenborke. Gegenueber thermischen Behandlungen scheint der Fichtenbast weitaus empfindlicher als die Fichtenborke.