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  • Titel
    Schädliche Folgen des Überschusses an N-Verbindungen im Ökosystem der Wälder und Trinkwasserversorgung
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    30 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2963
  • Datensatznummer
    200041929
  • Quelle
  • Abstract
    Die Darstellung basiert auf der bibliographischen Bearbeitung der Angaben ueber die schaedlichen Folgen des Ueberschusses an Stickstoffverbindungen im Oekosystem der Walder. Der zweite Teil der Darstellung enthaelt einige der Moeglichkeiten zur Verhinderung der schaedlichen Folgen im Oekosystem der Waelder und somit auch zum Schutz der Grundwasser (Trinkwasser) vor den Folgen der sauren Depositionen der Waldboeden. In den letzten Jahren wurden in Nord-, Zentral- und Westeuropa und Kanada mehrere Studien veroeffentlicht, die fast gleichlautend auf die Steigerung des Saeuregehaltes der Boeden hinweisen. Die Ablagerung (trocken und feucht) von potentiellen Verseuchern von Mineralsaeuren, Amoniak u.ae. ist verstaerkt, infolge dessen kommt es zur vergroesserten Nitrifikation sowie zur Ausspuelung (NO3-) von Nitrationen. Man muss hier betonen, dass in gleichem Masse auch durch den Stickstofffluss im Oekosystem die Versaeuerung beeinflusst. Die mittlere Deposition "N" (Stickstoffverbindungen) ist in den meisten Nadelbaeumen annaehernd 25 kg/ha/Jahr der europaeischen Waelder, aber es gibt auch Gebiete mit mehr als 65 kg/ha/Jahr: So ein hohen "N" - Gehalt verringert die Produktivitaet. Jedes Ablagern oder jede Ammoniakproduktion schafft ein Aequivalent des Saeuregehaltes im Boden von 1 Mol NH3 --- 1 Mol H+. Nochmals zur Erinnerung, Ammoniak (NH3) ist das wichtigste Endprodukt der Mineralisierung von "N" in sauren Waldboeden (wegen der Inhibierung der Aktivitaet der Mikroorganismen des Bodens). Das Ammoniumsulfat ((NH4)2SO4), das die Absorbtion von Mg++ durch die Wurzeln veringert, produziert in Anwesenheit der Sulfatsaeure groessere Konzentrationen von NH3. Durch die Oxydation der "N" - Verbindungen wird Nitratsaeure produziert, die Waldboeden und somit auch das Grundwasser versauert. Aus den mikrobiologischen Untersuchungen des Bodens ist bekannt, dass die Nitrate (NO3-)negativ auf das Bilden der Mikoryse in den Baumwurzeln wirken. Eine groessere Versorgung der Waldbaeume mit "N" verringert das Verhaeltnis zwischen der Biomasse der Wurzeln und der Biomasse des Stammes, weshalb die Baeume empfindlicher gegen den Wind, der die Baumkronen bricht, und von Pilzen und Insekten angegriffen werden. Aber es ist auch bekannt, dass die Verkalkung der Waldboeden das Ausspuelen der Nitrate (NO3-) und der Schwermetalle in das Grundwasser verursacht. Einige unserer Beobachtungen und Ergebnisse der bisher durchgefuehrten Untersuchungen sind tabellarisch und graphisch dargestellt.