Titel
Der Wald in Verdichtungsraeumen - ein kostbares Lebensgut
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Illustrationen
24 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4355
Datensatznummer
200041869
Quelle
Abstract
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Walderhaltung kein Selbstzweck ist, sondern vor allem in Verdichtungsraeumen eine unverzichtbare Notwendigkeit zur Sicherung der natuerlichen Lebensgrundlagen wie Boden, Wasser, Luft, Flora und Fauna sowie einer lebensfreundlichen Umwelt. Im Oberrheintal der Forstdirektion Karlsruhe ist gebietsweise eine Mindestbewaldung erreicht, die, in Anbetracht der besonderen Belastung dieses Raumes und der aussergewoehnlichen Funktionen des Waldes, nicht mehr weiter abnehmen darf. Es gilt deshalb, das gesamte zur Verfuegung stehende Instrumentarium zur Walderhaltung voll zu nutzen, wobei der Erfolg vielfach direkt mit der Konflikt- und Durchsetzungsbereitschaft der Forstbehoerden verknuepft ist. Gerade die gegenwaertige Krise des Waldes sollte dazu genutzt werden, die Problematik der Walderhaltung auch oeffentlich zu thematisieren und in die Liste der raumordnungspolitischen Prioritaeten zu ruecken. Dabei hilft uns das gewachsene Umweltbewusstsein, besonders in waldarmen, staedtischen Ballungsraeumen, wo die Bevoelkerung erkannt hat, dass der Wald von einer einst billigen Flaechenreserve zu einem kostbaren Lebensgut geworden ist.