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  • Titel
    Ueberlegungen zum Stand und zur Entwicklung der Forsttechnik
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4355
  • Datensatznummer
    200041790
  • Quelle
  • Abstract
    Die Entwicklung der Technik wird auch in Zukunft weitergehen. Einige aktuelle Tendenzen fuer die wichtigsten Bereiche des Forstbetriebs (Bestandesgruendung, -pflege und Holzernte) wurde in ihren Beziehungen zu den waldbaulichen und oekologischen Vorstellungen sowie den sonstigen betrieblichen und ueberbetrieblichen Zusammenhaengen dargestellt. Dabei wurde deutlich, dass viel erreicht wurde, dass es aber unerlaesslich ist, weiterhin eine Fuelle von Problemen zu bearbeiten und zu loesen, und zwar in nahezu allen Bereichen: - bei der Produktion und beim Absatz des Holzes (Verbesserung der Absatzmoeglichkeiten und zugleich Verringerung der Produktion von Schwachholz; Rolle des Kurzholzes, Vermessung des Holzes, Beschleunigung des Materialflusses); - bei der Verfahrensentwicklung (Starkholz, Steilhang); - im besonderen bei der Untersuchung und Prognose der Bodenschaeden (und der daraus abzuleitenden Konsequenzen fuer die Verfahrensentwicklung und den Maschineneinsatz); - beim Personal (Auswahl der Maschinenfuehrer durch Eignungstests, Aus- und Fortbildung als Daueraufgabe, Maschinen-vs. Motorsaegenfuehrer?); - im Bereich der Ergonomie (Abgasbelastung durch Motorsaegen, weitere Reduktion der Motorsaegenlaufzeiten, Ganzkoerpervibrationen, Hals-, Nacken- und Rueckenbeschwerden in Form der sog. Repetitive Stress Injuries); - bei der Arbeitsvorbereitung und -organisation. Trotz der allgemein wenig erfreulichen Lage der Forstwirtschaft muessen die Forstbetriebe gemaess dem Prinzip, dass Rationalisierung einer Daueraufgabe und unverzichtbaren Ueberlebensstrategie aller Betriebe gleichkommt, weiterhin alle Moeglichkeiten ausschoepfen, die die Technik bietet. Dadurch werden die Betriebe wohl auch in Zukunft aehnlich beachtliche Steigerungen der Arbeitsproduktivitaet erreichen koennen wie in der Vergangenheit, um die Zunahme der Kosten - zumindest teilweise - zu kompensieren. Neben der Loesung der bereits genannten Probleme setzt dies aber zusaetzlich klare Ziele und Vorstellungen innerhalb der Betriebe, eine gute Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern und Unternehmern, eine enge Kooperation zwischen Forst- und Holzwirtschaft und eine hohe Motivation des Personals auf allen Stufen voraus. Moegen die Aussichten fuer die Forstwirtschaft im allgemeinen auch wenig rosig sein, so sind im Bereich der Technik noch laengst nicht alle Moeglichkeiten genutzt - erst recht nicht in allen Betrieben - und dies, ohne dass Abstriche an naturnahen waldbaulichen Konzeptionen und oekologischen Belangen gemacht werden muessen.