Titel
Der Waldbau veraendert Holzeigenschaften auch im mikroskopischen Bereich. Ausbeute und Fasereigenschaften von Sulfitzellstoff in Abhaengigkeit von der Wachstumsgeschwindigkeit der Fichte
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4355
Datensatznummer
200041729
Quelle
Abstract
Es lassen sich folgende wesentliche Aussagen der Untersuchung hervorheben und moegliche Folgerungen fuer die Praxis darlegen: 1. Schnellgewachsenes, weitringiges Holz hat geringere Darr-Rohdichten, geringere Spaetholzanteile und deutlich geringere volumenbezogene Zellstoffausbeuten. 2. Ein Verkauf und die Bewertung von Holz auf der Basis seines Raummasses fuehrt zu starken und demzufolge nicht kalkulierbaren Schwankungen in der Zellstoffausbeute. Nur bei Beruecksichtigung der Jahrringbreite oder der Dichte im Verkauf kann die Ausbeute an Zellstoff exakt ermittelt werden - der Gewichtsverkauf ist als Moeglichkeit zur objektiven Bewertung des Rohstoffes Holz anzusehen. 3. Ein wesentlicher Aspekt ist in den Unterschieden bezueglich der mechanischen Eigenschaften wie auch der Blattbildungs- und Oberflaecheneigenschaften zu sehen. Je nach Einsatzzweck ist zu bedenken, welche Holzeigenschaften in den Hackschnitzeln aus unterschiedlich rasch gewachsenen Hoelzern als grundlegend vorausgesetzt werden muessen. Diese sind dann unter Beruecksichtigung der genannten Merkmale vor der Kochung zu sortieren. 4. Zellstoff aus engringigem Holz ist bezueglich der optischen Eigenschaften eindeutig ueberlegen, der Weissgrad liegt um zehn Prozentpunkte hoeher. 5. Abschliessend ist als Fazit aus der Untersuchung zu folgern, dass eine Sortierung von Hackschnitzeln auf der Basis ihrer Jahrringbreite oder Darr- Rohdichte unumgaenglich ist. Hierbei bietet sich eine Klassifizierung zum Beispiel in drei Gruppen an. Abgestimmte und optimierte Impraegnier- und Kochbedingungen fuehren insgesamt gesehen zu einer Verbesserung der Ausbeute sowie der mechanischen und optischen Eigenschften der erzeugten Zellstoffe. So konnten in der vorliegenden Untersuchung, im Labormasstab, im Magnesiumbisulfitverfahren, Ergebnisse erzielt werden, die auch in vergleichbaren modernen Verfahren der Zellstoffproduktion bisher erreicht werden.