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  • Titel
    Die Feuergeschichte des Nationalparkes Tiveden in Schweden. Eine kulturhistorische und dendrochronologische Untersuchung
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Illustrationen
    39 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200040473
  • Quelle
  • Abstract
    In den nordischen Laendern gewinnt die feueroekologische Forschung zunehmend an Interesse, seitdem es in den letzten Jahren immer klarer wird, dass das Feuer einen wesentlichen Anteil an der natuerlichen und anthropogen beeinflussten Entwicklungsdynamik des Borealen und sub-borealen Waldes hat. In Nordschweden gab es in den vergangen Jahren hierzu eine Reihe von Untersuchungen ueber die Bedeutung und das Ausmass historischer Waldbraende. In dieser Arbeit wird das historische Feuergeschehen im Nationalpark Tiveden in Suedschweden rekonstruiert. Dazu wurden Kiefernstammscheiben (Pinus sylvestris L.) mit Brandwunden dendrochronologisch ausgewertet und die Ergebnisse mit der Landnutzungsgeschichte verglichen. Mit zunehmendem menschlichen Einfluss vom ausgehenden Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verkuerzten sich die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Braenden auf dem Nationalparkgebiet von 15 auf 5 Jahre. Die Hauptbrandsaison verlagerte sich vom Hochsommer in das Fruehjahr, und mit ansteigender Feuerhaeufigkeit nahm die Anzahl kleiner Brandflaechen zu. Der Grund dafuer ist in den historischen Waldnutzungsarten wie der Koehlerei, des Teerbrennens und der Brandrodung (svedjening) zu suchen, die alle mit offenem Feuer im Wald arbeiteten. Seit diese vor 150 Jahren von der Hochwaldwirtschaft abgeloest wurden, wurde das Feuer nahezu vollstaendig aus dem Wald verdraengt. Dies fuehrte zu einer nachhaltigen Veraenderung der Lebensgemeinschaften im heutigen Nationalpark. Feuer ist ein wesentlicher Bestandteil der dortigen Waldgesellschaften und sollte in zukuenftige Pflegekonzepte des Nationalparks integriert werden.