Titel
Die Qualitaetsentwicklung in jungen Traubeneichenbestaenden im Hessischen Spessart. Ergebnisse einer Aufnahme in einem Pflanzverbandsversuch
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
19 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2754
Datensatznummer
200040400
Quelle
Abstract
Im Hessischen Forstamt Salmuenster war in den Jahren 1973 und 1974 ein Traubeneichen-Verbandsversuch mit Pflanzenzahlen zwischen 3333 und 20 000 je ha und mit verschiedenen Reihenabstaenden angelegt worden. Der Versuch wurde 1995 aufgenommen, wobei Hoehen und Durchmesser aller Staemme gemessen wurden und an den herrschenden Baeumen zusaetzlich die gruenastfreie Schaftlaenge, die Anzahl der Aeste auf 4m Schafthoehe, der Durchmesser der Aeste und gegebenenfalls die Hoehe des Zwieselansatzes. Ausserdem wurden die Schaftform, der Wasserreiserbesatz und ggf. Schaeden eingeschaetzt. Weil der Versuch ohne Wiederholungen angelegt worden war, wurden gleiche Erhebungen in 4 anderen Eichenjungbestaenden auf vergleichbaren Standorten durchgefuehrt, um eine gewisse Bestaetigung der Resultate zu erhalten. Folgende Ergebnisse konnten festgestellt werden: 1. Dichtstand zwischen 10 000 und 20 000 Pflanzen/ha stimuliert das Hoehenwachstum geringfuegig gegenueber weitstaendiger Begruendung. Ueberdichte hemmt dagegen diese Entwicklung. 2. Die Durchmesser der herrschenden Baeume sind um so groesser, je weitstaendiger die Begruendung erfolgt ist. 3. Die untersuchten Pflanzverbaende hatten keinen gesicherten Einfluss auf die Stammform, die Aststaerken und die Haeufigkeit von Stammschaeden. 4. Bei gleicher Pflanzenzahl/ha sind extreme Reihenverbaende unguenstiger als solche mit engerem Seitenverhaeltnis. 5. Dichtstand beguenstigt das fruehzeitige Absterben der unteren Aeste und damit die natuerliche Astreinigung. Diese war aber bis auf den besonders unguenstigen 5m x 0,5m-Verband in allen Faellen noch befriedigend und bis herunter zu einer Pflanzenzahl von 5000/ha sogar noch gut zu nennen. Der Verband 2m x 1m wird, auch aus Kostengruenden, besonders gut beurteilt.