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  • Titel
    Waldschutzsituation 1996/97 in Nordwestdeutschland
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Illustrationen
    2 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200039643
  • Quelle
  • Abstract
    Die Waldschutzsituation des Jahres 1996 war durch die Massenvermehrungen verschiedener Insektenarten (Nonne, Blattwespen, Frostspanner, Buchdrucker) bestimmt. Niederschlagsdefizite und Frosttrocknis im Fruehjahr trugen zu einer allgemeinen Schwaechung der Wirtsbaeume bei und foerderten die Entwicklung der Borkenkaefer an Fichte in den Mittelgebirgen. Grossraeumig katastrophae Entwicklungen blieben jedoch weitgehend aus, was vor allem auf angemessene Gegenmassnahmen der forstlichen Praxis zurueckzufuehren ist. Im Zuge der aktuellen Gradation der Nonne mussten bei einer Gesamtbefallsflaeche von rd. 9000ha insgesamt rd. 2500ha mit chemischen Mitteln behandelt werden. Diese Massnahme war, obwohl sich die Populationen bereits in der Retrogradationsphase befanden, erforderlich, weil grossraeumg eine Massenvermehrung der Roten Kiefernbuschhornblattwespe (Neodiprion sertifer L.) hinzukam. Im Fruehjahr 1996 trat auf grossen Flaechen die Eichenfrassgesellschaft in Erscheinung. Fuer 1997 wird mit einem erneuten Frass, v.a. durch den Kleinen Frostspanner (Operophthera brumata L.), gerechnet. Anhaltend hohe Dichten von Erd-, Roetel- und Feldmaeusen fuehrten, insbesondere bei fehlenden Gegenmassnahmen, zu starken Frasschaeden. Lokal waren verschiedene Komplex- und Pilzerkrankungen an Eiche, Buche, Erle, Esche, Fichte und Kiefer von Bedeutung.