Titel
Zur Oekobilanzierung der Rohholzproduktion in Deutschland
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
13 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200039629
Quelle
Abstract
Aufbauend auf die in der internationalen Normung diskutierten methodischen Ansaetze zur Oekobilanzierung sind fuer die Rohholzproduktion in Deutschland erstmals differenzierte Sach- und Wirkungsbilanzierungsergebnisse erarbeitet worden. Neben den technischen Prozessen, die bei der Rohholzproduktion ablaufen und vergleichsweise gut erfasst werden konnten, ist auch die biologische Produktion in einem ersten groben Ansatz in die Bilanzierung einbezogen worden. So wird es moeglich, wichtige Vorteile der Rohholzproduktion gegenueber anderen Rohstoffen quantitativ zu untermauern. Dies wird besonders bei der Bilanzierung der Energieinputs und Energieoutputs sowie bei der CO2-Bilanzierung deutlich. Insgesamt ist mit diesem Ansatz eine wichtige Grundlage fuer den Vergleich des Rohstoffes Holz mit anderen Rohstoffen und fuer weiterfuehrende Oekobilanzierung von Holzprodukten geschaffen worden, die aber auszubauen ist. Denn wichtige Probleme wie die Analyse der Wirkungen der Rohholzproduktion auf die biotische Umwelt, eine differenzierte Analyse unterschiedlicher Waldbausysteme und Produktionstechniken steht noch aus. Ein Problem fuer die Bilanzierung im Hinblick auf nachwachsende Rohstoffe und insbesondere Rohholz ist auch die Tatsache, dass der Wald als Produktionsmittel anthropogenen Umwelteinwirkungen (Emissionen) in erheblichem Masse ausgesetzt ist. Bei den bisherigen Wirkungsbilanzansaetze werden nur die vom bilanzierten Produkt oder Prozess ausgehenden Wirkungen auf die Umwelt quantifiziert. Im Falle der forstlichen Produktion waeren bei einer umfassenden Betrachtung auch solche Wirkungen zu beruecksichtigen, die auf das Produktionsmittel Wald einwirken. Fuer eine umfassendere Bilanzierung der Umweltauswirkungen ist eine Weiterentwicklung des methodischen Ansatzes dringend erforderlich.