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  • Titel
    Waldlandschaften Brandenburgs
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    13 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200039348
  • Quelle
  • Abstract
    Fuer jede Landschaft werden eingangs jeweils die naturraeumlichen Grundlagen vorgestellt. Die Landschaften Brandenburgs sind eiszeitlich gepraegt. Waehrend im Sueden und im Nordwesten Altmoraenenland der Saale-Vereisung vorherrscht, bilden in den ueberwiegenden Teilen Brandenburgs jungeiszeitliche Gelaendeausbildungen die geomorphologische Grundlage heutiger Waldstandorte. Entscheidend fuer das Waldwachstum sind die, wenn auch geringfuegigen, klimatischen Unterschiede. Waehrend in Nordbrandenburg, im Hohen Flaeming und in der Niederlausitz insbesondere die Niederschlagswerte ein natuerliches Wachstum der Buche zulassen, sind fuer die uebrigen Teile Brandenburgs Traubeneichen- oder Kiefernwaelder typisch. Urspruenglich in den Niederungen reichlich vorhandene Roterlenbestaende sind, genau wie die Auenwaelder der Elbe, Oder, Havel und Spree, umfangreichen Rodungen zum Opfer gefallen. Mit unterschiedlichen Flaechenanteilen in den einzelnen Grosslandschaften ist in Brandenburg das Ueberwiegen von Standorten mit ziemlich armer oder armer Naehrkraft (ca. 54%) hervorzuheben. Meist landwirtschaftlich genutzt sind reiche Standorte nur noch auf ca. 1,3% der Waldflaeche zu finden. In Abhaengigkeit von der Bodenguete und dem Relief sind auch der Waldanteil und die Groesse der geschlossenen Waldkomplexe in den einzelnen Landschaften unterschiedlich. Die Endmoraene Nordbrandenburgs, die Sanderflaechen und Talsandterrassen Mittelbrandenburgs und der Niederlausnitz weisen die dichteste Bewaldung auf. In den armen Sandgebieten finden sich in der Regel auch die zahlreichen ehemaligen Truppenuebungsplaetze. Jeweils ein zweiter Abschnitt enthaelt Ausfuehrungen ueber die in den einzelnen Landschaften gegebenen wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen fuer die forstliche Bewirtschaftung. Seit jeher ist die infrastrukturelle Entwicklung Brandenburgs auf die im Zentrum liegende Hauptstadt Berlin ausgerichtet gewesen. Nach dem Prinzip der dezentralen Konzentration versucht die Landesentwicklungsplanung hier neue Wege zu gehen. Als Grundlage fuer dei derzeitig in Arbeit befindliche Regionalplanung wurde das Land Brandenburg in fuenf raeumliche Planungsregionen aufgeteilt, die strahlenfoermig um das Zentrum Berlin angelegt sind. Zu einer Planungsregion wurden jeweils zwei bis vier Landkreise zusammengefasst. Als gesondertes Planungsgebiet wird in der Landesentwicklung der engere Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg behandelt. Neben der zentralen Funktion des Berliner Umlandes werden entfernter liegende Staedte zu Ober- und Mittelzentren der dezentralen und regionalen Wirtschaftsentwicklung ausgebaut. Zentrale Orte der unteren Stufe werden erst mit Bestaetigung der Regionalplaene rechtskraeftig. Die Verwaltungsstruktur der Forstwirtschaft entwickelte sich historisch nach anderen Gesichtspunkten. Bausteine der heutigen Aemter fuer Forstwirtschaft waren in erster Linie preussische Forstaemter, Kommunalwaelder, frueherer Grossprivatwald sowie die bereits erwaehnten geschlossenen Waldkomplexe. Infolgedessen sind politische Grenzen nicht in allen Faellen mit forstlichen Verwaltungsgrenzen identisch. Die Brandenburger Waelder zeichnen sich durch eine hohe Multifunktionalitaet aus. Einen gravierenden Flaechenanteil an Schutzwaeldern haben die als "Tafelsilber der deutschen Einheit" bezeichneten wald- und gewaesserreichen Schutzgebiete nach dem Brandenburgischen Naturschutzgesetz. Genaue Zahlen ueber den Waldanteil in allen Naturschutzgebieten fehlen noch, jedoch liegt das Bewaldungsprozent bei den meisten NSG weit ueber dem Landesdurchschnitt. Neben den kulturhistorischen Sehenswuerdigkeiten sind hierin auch die Ansatzpunkte fuer die Entwicklung des Tourismus und eine umweltvertraegliche Landnutzung zu sehen. Hinsichtlich der Eigentumsverhaeltnisse ist die rd. 1 Mio ha grosse Waldflaeche Brandenburgs etwa wie folgt aufgeteilt: Landeswald 24,6%, Treuhandwald 25,8%, Koerperschaftswald 7%, Privatwald 31,1%, Bundeswald 11,5%. Da fuer das gesam...