Titel
Waldbau ohne Kahlschlag - Moeglichkeiten und Risiken
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Illustrationen
39 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2754
Datensatznummer
200039173
Quelle
Abstract
Viele Versuchsergebnisse belegen, dass Kahlschlaege zu Naehrstoffverlusten fuehren. Sie koennen so niedrig sein, dass sie praktisch bedeutungslos sind, koennen aber auch erhebliche Groessenordnungen erreichen. Entscheidend fuer die Hoehe der Verluste ist in vielen Faellen die Geschwindigkeit der Wiederbegruenung und dabei vor allem die Produktivitaet und die Naehrelementaufnahme der neu entstehenden Vegetation. Neben der Vermeidung von Naehrstoffverlusten werden noch weitere Vorteile eines kahlschlagfreien Waldbaus kurz erwaehnt: effektivere Ausnutzung der Naturverjuengung, Minderung der Spaetfrost- und Maeusegefahr, bessere Jungbestandsqualitaet, Steuerung der Konkurrenz durch Gestaltung der Lichtverhaeltnisse, einzelstammweise Nutzung nach Zielstaerken. Bei der praktischen Umsetzung eines kahlschlagfreien Waldbaus spielt die Sturmstabilitaet der Bestaende eine zentrale Rolle. Besonders in der Fichtenwirtschaft muss diesem Ziel durch Erziehung in Mischbestaenden und wahrscheinlich auch durch geaenderte Durchforstungsverfahren Rechnung getragen werden. Zu beiden Fragen besteht noch erheblicher Forschungsbedarf. Dies trifft genauso zu fuer Fragen der Ueberschirmungstoleranz von jungen Forstpflanzen (insbesondere von Lichtbaumarten), dem Konkurrenzverhalten und der zweckmaessigen Konkurrenzsteuerung zwischen Forstpflanzen und Begleitvegetation sowie der Rolle der Bodenvegetation fuer den Naehrstoffkreislauf in der Verjuengungsphase.