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  • Titel
    Waldformationen auf Teneriffa, ihr Zustand und ihre Schutzfunktionen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Illustrationen
    8 Abb., 4 Tab., 23 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2754
  • Datensatznummer
    200038846
  • Quelle
  • Abstract
    Die Vegetation der Kanarischen Inseln ist endemisch und stammt aus der Tertiaerzeit. Das ueber geologische Zeitraeume gleichfoermige Passatklima hat sie erhalten. Hohe vulkanische Gebirge bewirken in Teneriffa eine ausgiegibe Kondensation und Abregnung der Passatwolken. In diesen Nebel- und Regenzonen in steilen bis schroffen Hanglagen befinden sich die Wuchsgebiete der Waldformationen Lorbeerwald und Kanarenkiefer. Der immergruene Lorbeerwald ist durch Lauraceen, Ilexarten und Gattungen mit tropischer Verwandtschaft gepraegt. Nur noch kleinflaechige durch Niederwaldwirtschaft degradierte Reste sind erhalten. Diese Waldungen haben die Bildung sehr aktiver Vulkanascheboeden ermoeglicht, wirken temperaturausgleichend und feuchtigkeitsspeichernd. Die Boeden mit rascher Versickerungsgeschwindigkeit nehmen auch extrem hohe Starkegenmengen auf. Die Kanarenkiefer deckt die 100fache Flaeche des Lorbeerwaldes, aber die Bestaende sind locker, teils raeumdig, und die Versickerungsgeschwindigkeit erreicht nur einen Bruchteil der Werte im Lorbeerwald. Die durch den Massentourismus gefoerderte Streunutzung verschlechtert die Bodenverhaeltnisse. Die wesentlichen Schutzfunktionen der Waelder Teneriffas bestehen in der Erosionsverhuetung in den Steilhanglagen und in Wasserhaushaltsfragen: Speicherung der Feuchtigkeit, Vermeidung des Oberflaechenabflusses durch rasche Versickerung und weitmoegliche Ergaenzung der Grundwasservorraete.