Titel
Pflanzen als Bioindikatoren fuer Umweltbelastungen - II. Moose und Flechten
Verfasser
Erscheinungsjahr
1989
Illustrationen
12 Abb., 1 Tab., 44 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2754
Datensatznummer
200038723
Quelle
Abstract
Moose und Flechten sind unter den terrestrischen Pflanzen besonders zur Bioindidation geeignet, da ihre Vegetationszeit auch bzw. vor allem das Winterhalbjahr ist, also die Zeit mit der hoechsten Immissionsbelastung. Zudem besitzen sie keine Spaltoeffnungen und keine Cuticula und koennen die Ionenaufnahme nicht wie die Hoeheren Pflanzen ueber eine Endodermis der Wurzel, eine Entschlackung nicht ueber einen Blattabwurf regulieren. Daher zeichnen sie sich gegenueber den meisten Hoeheren Pflanzen durch ein hoeheres Anreicherungsvermoegen fuer Luftschadstoffe aus. Fuer Moose und Flechten werden Beispiele zur Bioindikation vorgestellt und auf die unterschiedliche Akkumulation (z.B. von Schwermetallen) einzelner Arten hingewiesen. Hochmoore haben sich als besonders geeignet fuer ein passives Monitoring erwiesen. Am Beispiel der Flechten werden die IAP-Methode erlaeutert und eigene Kartierungsergeabnisse (in der Goettinger Umebung und im Oberharz) vorgestellt. Uebereinstimmungen und Widersprueche zwischen Waldschaeden und vitalen Flechten werden diskutiert. Die Transplantation von Moosen (in Nylon-Netzen) und Flechten (auf Holztafeln) stellt bis in Details standardisierte Verfahren aktiven Monitorings dar. Tab. 1 gibt abschliessend noch einmal einen Ueberblick ueber Begriffe, Methoden und Beispiele der Bioindikation.