Titel
Zum Verfahren der Waldschadenserhebung : Der Wald - krankgeschrieben oder gesundgebetet? Wissenschafts-Pressekonferenz
Verfasser
Erscheinungsjahr
1995
Illustrationen
3 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200038278
Quelle
Abstract
Es ist nach meinen Erkenntnissen unabweisbar, dass es Waldschaeden durch die Einwirkungen von Luftschadstoffen gibt. Es ist nur die Frage, wie sie sich auswirken und ob sie durch die jetzt gebraeuchliche Waldschadenserhebung (WSE) zu erfassen und zu klassifizieren sind. Die Schadstoffe wirken nur bei starker Konzentration direkt ueber die Nadeln und Blaetter auf das Wachstum der Baeume und den Gesundheitszustand der Waelder ein, wie es z.B. im Erzgebirge an Fichten zu beobachten ist. Ueberwiegend wirken die in den Wald eingetragenen Stoffe durch die Verschlechterung (zumeist Versauerung) des Bodens. Deshalb sind Waldschaeden durch Luftschadstoffe nur unzulaenglich ueber die Erhebung des Zustands der Baumkronen einzustufen, sicherer ueber die Beobachtung einer Veraenderung des Bodenzustands. Aber auch Veraenderungen dort koennen sich wegen der verschiedenartigen Durchwurzelungen baumartenweise sehr unterschiedlich auswirken. Durch Einschaetzung der Benadelung und Belaubung der Baeume kann auch keine Ursachenforschung betrieben werden. Es ist aber ein Eindruck vom Zustand des Waldes zu gewinnen. Die Befunde einer solchen wichtigen "Waldzustandserhebung", wie die herkoemmliche "Waldschadenserhebung" jetzt richtigerweise genannt wird, sollten aber nicht in Schadstufen muenden, sondern in Zustandsbeschreibungen wie z.B. "gut", "mittel", "schlecht".