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  • Titel
    Bodenvegetation in Waldschadensgebieten. Wirkungen waldbaulicher Massnahmen
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    11 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200037833
  • Quelle
  • Abstract
    Im Sommer 1985 und 1990 wurden auf Versuchsflaechen des Lehrstuhls fuer Waldbau und Forsteinrichtung der Universitaet Muenchen umfangreiche Vegetations- und Phytomasseerhebungen durchgefuehrt, um den Einfluss verschiedener waldbaulicher Faktoren auf die Vegetation festzustellen. Es zeigte sich, dass auch in den von Waldschaeden betroffenen Gebieten die Bodenvegetation imstande ist, Waldboden rasch, dicht und vollstaendig zu besiedeln. Sie tut das in einer standortspezifischen und lichtabhaengigen Artenkombination. So werden auf der Freiflaeche die Graeser staerker gefoerdert als im Altholz. Ueberlagert wird die Artenzusammensetzung durch Wild- und Weideviehverbiss, der zu einer Reduzierung der Artenzahl fuehren kann. Die Duengung mit kohlensaurem Magnesiumkalk veraendert auf den vergleichsweise armen Standorten im Frankenwald und im Fichtelgebirge die "Qualitaet" der Bodenvegetation. Die Kraeuter werden gefoerdert und draengen die Graeser zurueck. In den Kalkalpen wirkte sich die Duengung mit Nitrophos nicht messbar auf die Bodenvegetation aus. Die Bodenbearbeitung beeinflusste die Artenzusammensetzung vor allem im Fichtelgebirge. Waehrend Vaccinium myrtillus entscheidend geschwaecht wurde, foerderte diese Massnahme eindeutig Calamagrostis villosa. Die Versuchsanstellung erlaubt es zwar nicht, die Frage ohne Einschraenkung zu beantworten, ob an der Bodenvegetation Schaeden aufgetreten sind, die auf atmogene Stoffeintraege zurueckzufuehren sind, jedoch lassen Artenzusammensetzung und Dichte das als sehr unwahrscheinlich erscheinen. In keinem Fall koennen sie aber gravierender Art sein.