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  • Titel
    Wachstumsaenderungen der Fichte in Baden-Wuerttemberg
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    43 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200037482
  • Quelle
  • Abstract
    Probleme der Bonitaetsaenderungen der Baumarten und damit zusammenhaengend der statischen und dynamischen Bonitierung im Rahmen der Forsteinrichtung und fuer Prognosezwecke wurden in den letzten Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Ein Hoehepunkt dieser Auseinandersetzungen in der waldwachstumskundlichen Literatur waren die 50er und 60er Jahre (Mitscherlich, 1959 a,b,c, 1960, 1966; Kern 1958; Beninde et al. 1960, 1967) . Die Diskussion setzte sich bis heute fort (Moosmayer 1970; Peerenboom 1990; Hoffmann 1991; Egidi 1992; Schoepfer 1993 a,b; Spelsberg 1994). Fuer die oftmals widerspruechlichen Ergebnisse gibt es eine Reihe von Gruenden: Zu geringer Datenumfang bzw. fehlende Vergleichbarkeit der Datengrundlagen (z.B. Forsteinrichtungsstatistiken versus langfristige Versuchsflaechen bzw. Hoehenanalysen), unterschiedliche Bezugssysteme und Auswertungsmethoden, keine Uebereinstimmung hinsichtlich Untersuchungszeitraum und -gebiet, unterschiedliche Vergleichsperioden, mangelnde Repraesentativitaet des Datenmaterials und unterschiedliche Beruecksichtigung von Standortsfaktoren usw.. Weitgehende Uebereinstimmung herrscht dagegen bei den Aussagen zur Aenderung des Bonitaetsniveaus. Danach nimmt das Bonitaetsniveau bei den Hauptbaumarten europaweit mit abnehmendem Alter mehr oder weniger stark zu. Hier aknn allerdings die Nichtberuecksichtigung einer von der Bonitaet abhaengigen unterschiedlichen Produktionsdauer bei Punktbonitierungen einen zu steilen Anstieg voraeuschen. Das Phaenomen des verstaerkten Anstiegs des Bonitaetsniveaus von den Alt- zu den Jungbestaenden einer Baumart ist einmal das Ergebnis eines forstlichen Massnahmenbuendels, zum anderen veraenderter Umweltbedingungen. Die forstlichen Ursachen eines Leistungsanstiegs als Folge einer Regeneration von Waldboeden nach Streunutzung und Viehweide, der Umwandlung von Laubholzbestaenden in Nadelholz, die Standortsoptimierung als Resultat einer verfeinerten Standortskartierung, geaendertes waldbauliches Vorgehen bei Bestandesbegruendung und -behandlung u.a. mehr, sind seit langem bekannt und im forstlichen Schrifttum vielfach dokumentiert. Die forstlichen Massnahmen allein koennen nach allgemeiner Auffassung von Waldwachstumskunde und Waldernaehrung den beachtlichen Leistungsanstieg der letzten Jahrzehnte aber nicht erklaeren. Es wird daher vermutet, dass in diesem Prozess veraenderte Umweltbedingungen, wie guenstigere Witterungsverhaeltnisse (z.B. Erholungsphase nach drastischem Zuwachseinbruch durch Trockenperiode Ende der 40er Jahre), CO2-Anstieg und vor allem erhoehter Stickstoffeintrag, eine massgebliche Rolle spielen. Da sich aber der Einfluss der einzelnen Faktoren weder isolieren noch quantifizieren laesst, bleibt die Diskussion um ihre tatsaechlichen Auswirkungen im Bereich der Spekulation. In Fortfuehrung frueherer Untersuchungen zur Aenderung des Wachstumsverlaufs von Fichte und Tan..