Titel
Bodenchemische Gesichtspunkte zur Wiederaufforstung in Immissionsgebieten der Mittelgebirge
Verfasser
Körperschaft
Illustrationen
4 Abb., 1 Tab., 13 Lit. Ang., De, Zfsg.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
5203
Datensatznummer
200036961
Quelle
Abstract
In Immissionsgebieten der Mittelgebirge ist ein hoher Anteil der Boeden stark sauer. Deshalb ist vor jeder Kulturbegruendung zu pruefen, ob chemische Bodenmelioration und Kulturduengung in das System waldbaulicher MAssnahmen einzubeziehen sind. Die Entscheidung muss sich auf chemische Bodenkennziffern stuetzen, ueber die auch die Menge des in den Boden einzuarbeitenden Mg-haltigen Kalkes zu bestimmen ist. Die Ausbringung von schwerloeslichem KP-Duenger ist gleichfalls mit einer Einarbeitung in den Boden zu verbinden. N-Duengung ist bis auf Sonderstandorte nicht erforderlich. Bodenvegetation, insbesondere aus Leguminosen, ist erwuenscht. Die nachtraegliche Kalkung von Kulturen kann nur als Kompensationskalkung fuer den in 10 bis 20 Jahren zu erwartenden Saeureeintrag mit etwa (Formel) erfolgen, wobei die Kalke einen MgCO3-Anteil von (Formel) besitzen sollen. Nicht gekalkte Kulturen koennen auch mit geringen Dosen leichtloeslicher K- und Mg-Duenger (etwa 15 kg Mg als KMg-Salz) wiederholt geduengt werden. Bodenbearbeitung, meliorative Kalkung und Duengung, Pflanzung und Kulturpflege einschliesslich Kulturduengung sollten zu einem geschlossenen, technisierten System in Immissionsgebieten entwickelt werden, um stabile Bestaende begruenden zu koennen.