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  • Titel
    Geruchsorientierte Wanderung durch den Boden von in Wurzelstoecken lebenden Hylobius abietis (L.)-Larven (Col., Curculionidae)
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    16 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2479
  • Datensatznummer
    200036892
  • Quelle
  • Abstract
    Vom Grossen Braunen Ruesseklaefer, Hylobius abietis ist es bekannt, dass er seine Eier unter die Rinde von Wurzelstoecken frisch gefaellter Kiefern ablegt, wo die Larven sich im Bast entwickeln. In Laborexperimenten konnten wir nachweisen, dass viele Hylobius abietis-Larven ein dicht besiedeltes Wirtssubstrat aufgeben und durch den Sandboden zu einem noch freien Substrat in etwa 10cm Entfernung wandern und sich dort einbohren. Aethanol und das im Wirtsholz vorhandene Monoterpen Alpha-Pinen wurden als Substanzen nachgewiesen, die synergistisch anziehend auf die Larven wirken. Die Larvenwanderung zu frischem Wirtssubstrat wurde auch bei frisch geschluepften Larven beobachtet, die 5cm vom Wirtsholz entfernt im Sandboden aus dort abgelegten Eiern schluepften. Die Eiablage in den Sandboden wurde dadurch induziert, dass ablegebereite Weibchen nicht am natuerlichen Brutmaterial ablegen konnten, weil dieses mit Nylonnetzen abgedeckt war. Aus den Ergebnissen wird gefolgert, dass die fakultative Wanderung von Hylobius abietis-Larven in den zwei gegebenen Situationen zur Verbesserung der Ueberlebenschancen und zur Verbesserung der Ausnutzung des verfuegbaren Wirtssubstrats eine wichtige Rolle spielen koennen.