Titel
Primaeranlockung bei der Wirtserkennung der Borken- und Ruesselkaefer (Col., Scolytidae und Curculionidae)
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2479
Datensatznummer
200036802
Quelle
Abstract
Es wurde die Hypothese der Primaeranlockung bei den Koniferen-Scolytiden und -Curculioniden im Freiland im Mai und Juni 1979 und 1980 mit Hilfe von 20 bzw. 14 Flugfallen getestet. Die auf die Ausschaltung der Sekundaeranlockung angelegten Fallen wurden mit Holzstuecken der Kiefer (Pinus sylvestris) oder Fichte (Picea abies) bekoedert. Tomicus piniperda, Hylastes brunnens, Hylastes cunicularius, Pityogenes bidentatus, Pityogenes chalcographus, Hylobius abietis und Pissodes pini wurden in derart bekoederten Fallen, wodurch die Zufallsflug-Hypothese verworfen werden konnte. Dieselben Arten, mit Ausnahme von Pityogenes chalcographus, waren auch imstande, vor der Landung zwischen Kiefer und Fichte zu unterscheiden. Hylastes cunicularius wurde ausschliesslich in mit Fichtenholz bekoederten Fallen gefangen. Der dieser Wirtswahl zugrunde liegende Mechanismus beruht auf der Geruchswahrnehmung chemischer Verbindungen. Die Entscheidung Annahme/Ablehnung wird vor der Landung getroffen. Sie impliziert die Faehigkeit zur Wahrnehmung von Pflanzenmerkmalen aus der Entfernung (Primaeranlockung).