Titel
Waldbäche und Artenschutz. : Anthropogene Beeinträchtigungen des Natürlichkeitsgrades und der Wirbellosen-Lebensgemeinschaften von kleinen Waldbächen im Hils
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Illustrationen
19 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200036797
Quelle
Abstract
Am Beispiel limnologischer Untersuchungen an der Fauna von Waldbergbaechen im Hils (Weser-Leine-Bergland, Suedniedersachsen) wird eine Auswahl unterschiedlicher anthropogener Stoerungen des Lebensraumes "Waldbach" dargestellt. 1. Versauerungserscheinungen in Fichtenbestaenden: Die versauerten Baeche sind fischleer und von 50-80% weniger Wirbellosenarten besiedelt, als in strukturell vergleichbaren unversauerten Baechen des Untersuchungsgebietes nachzuweisen sind. 2. Schlagabraum im Bachbett: Das Zuwerfen und abschnittsweise voellige Abdecken von Bachlaeufen mit Schlagabraum stoert deren Abflussdynamik und kann durch Verschlechterung von Ernaehrungs- und Fortpflanzungsbedingungen zu erheblichen Artenrueckgaengen der Bachfauna fuehren. 3. Bachverrohrung unter Wegen: Unterdimensionierte, mit zu grossem Gefaelle verlegte und mit Abstuerzen endende Rohrdurchlaesse unter Wegen stellen Aufwanderungs- und Verbreitungssperren fuer Bachforelle, Groppe, Bachneunauge und viele Arten der Wirbellosen in kleinen Fliessgewaessern dar. Es werden Empfehlungen zur Verbesserung der natuerlichen Strukturen an Waldbaechen gegeben.