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  • Titel
    Zur Populationsdynamik von Balaninus nucum L. (Col., Curculionidae) und seiner Bedeutung fuer die Haselnuss (Corylus avellana L.) in Oberlatium (Mittelitalien)
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    12 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2479
  • Datensatznummer
    200036510
  • Quelle
  • Abstract
    Im Rahmen eines grundlegenden Forschungsprogramms zur integrierten Bekaempfung der Blattfresser der Haselnuss wurde der Nussruessler Balaninus nucum L. untersucht, der betraechtliche Ertragsverluste hervorrufen kann. Die Untersuchungen wurden 1987-88 in einer Nussplantage der CV tonda Gentile Romana vorgenommen. Sie erfolgten mittels woechentlicher Stichproben der adulten Kaefer in bzw. an den haengenden sowie gefallenen Fruechten. Die Interpretation der Daten erlaubt folgende Schlussfolgerungen. Waehrend der beiden Jahre wurde ein unterschiedliches Zahlenverhaeltnis von Maennchen und Weibchen beobachtet: 1987 betrug es 0,37, 1988 dagegen 0,83. Aus der Ueberpruefung der klimatischen Parameter geht hervor, dass die reproduktive Aktivitaet bei 30 Grad C besonders intensiv war, waehrend Niederschlaege keine signifikante Wirkung auf die Populationsdynamik zeigten. Zwischen der mittleren Anzahl von Eiern in den Ovariolen und der Anzahl von Eiern, die nach ein bis zwei Wochen in den Nuessen festgestellt wurden, bestand eine exakte Korrelation. Die Eizahl in den Ovariolen war in den beiden Jahren unterschiedlich, mit Spitzenwerten von 20.15 (1987) und 8.69 (1988). Im Rahmen der Studien ueber die Populationsdynamik wurden die Entwicklungszeiten der verschiedenen embryonalen und postembryonalen Stadien der Larven berechnet, ebenso wurde der Schaden an der Ernte und den Fallfruechten ermittelt. Waehrend der beiden Forschungsjahre belief sich der Verlust von 30-40% der Gesamtproduktion: Nuesse, die reife Larven oder Wurmloecher aufwiesen, fielen frueher und in groesserer Anzahl als unbefallene Fruechte. Die Ergebnisse koennen u. a. dazu dienen, einen wirtschaftlichen Schwellenwert fuer die Bekaempfung zu ermitteln und moeglichst umweltschonende Massnahmen zu entwickeln.