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  • Titel
    Untersuchungen ueber das Schwaermverhalten von Ips typographus (L.) und Pitogenes chalcographus (L.) (Col., Scolytidae) mit den Pheromonpraeparaten Pheroprax und Chalcoprax
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    11 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2479
  • Datensatznummer
    200036428
  • Quelle
  • Abstract
    Fallen, die mit den synthetischen Populationspheromonpraeparaten des Buchdruckers Ips typographus (L.) (Pheroprax) oder des Kupferstechers Pityogenes chalcographus (L.) (Chalcoprax) bestueckt waren, wurden 1988-1990 eingesetzt, um die Flugaktivitaet dieser Insekten und ihre Anlockung durch die Pheromonpraeparate zu studieren. Waehrend der dreijaehrigen Untersuchungszeit aenderte sich die Emergenzzeit kaum, und die Zeiten der Maxima des ersten und zweiten Fluges blieben nahezu unveraendert. Die mit Chalcoprax bestueckten Fallen fingen fast ausschliesslich Individuen von P. chalcographus, wohingegen die mit Pheroprax bestueckten Fallen zwar vor allem I. typographus, daneben aber auch eine beachtliche Zahl von P. chalcographus-Individuen anlockten. Im Durchschnitt waren 60-75% der in Chalcoprax-Fallen gefangenen P. chalcographus-Individuen Weibchen, wogegen deren Prozentsatz in den Pheroprax-Fallen nur 20-30% ausmachte. Die beiden polygamen Borkenkaeferarten, bei denen eigentlich ein Weibchenueberschuss erwartet werden muesste, zeigte eine bemerkenswerte Dominanz der Maennchen zu Beginn der ersten Flugperiode (50-65% in den mit den spezifischen Lockstoffen gekoederten Fallen, 65-90% bei den in Pheroprax-Fallen gefangenen P. chalcographus). Bei den ersteren fiel der Maennchenanteil jedoch nach 2-3 Wochen auf 25-35% ab, waehrend er bei den letzteren entweder sehr hoch blieb oder nicht unter 60% fiel (Ausnahme Juli 1990). Es konnte gezeigt werden, dass die Gegenwart von Chalcoprax-Fallen je nach der Entfernung von den Pheroprax-Fallen die Anzahl und das Geschlechtsverhaeltnis der Kupferstecher in den Pheroprax-Fallen beeinflusst. Dabei wurde die Zahl der gefangenen Tiere in Anwesenheit von Chalcoprax erhoeht. Die dafuer moeglicherweise verantwortlichen Komponenten der Pheromonbouquets in den beiden Falltypen werden diskutiert.