Titel
Zum polyphagen Potential von Choristoneura murinana (Hb.) (Lep. Tortricidae): Ein "monophages" Insekt weitet sein Wirtspflanzenspektrum aus
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Illustrationen
65 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2479
Datensatznummer
200036376
Quelle
Abstract
Choristoneura marinana (Hb.) galt lange Zeit als eine monphag an Abies alba fressende Art. C murinana ist jedoch weitaus polyphager, obwohl das Wirtspflanzenspektrum offensichtlich auf einige Gattungen der Unterfamilie der Abietoidae (Pinacceae) beschraenkt ist. Der Zeitpunkt des Knospenaustriebs scheint der Hauptfaktor zu sein, der die Eignung einer Baumart als Wirt bestimmt. Aber aufgrund der Schwankungen innerhalb der Populationen sowohl hinsichtlich des Schluepfzeitpunktes der Larven als auch der unterschiedlichen Phaenologie der Baeume einer Art, ist es unwahrscheinlich, dass dieser Faktor eine sehr strikte Wirtspflanzeneignung zu verantworten hat. C. murinana kann auf folgenden europaeischen Abietoidae-Arten eine vollstaendige Entwicklung durchlaufen: Abies alba, A. borisii regis, A. cephalonica und Picea abies. Letztere ist jedoch ein weniger gut geeigneter Wirtsbaum und es scheint, als koennten C. murinana-Populationen sich dort nur entwickeln, wenn P. abies den spaeten Knospenaustrieb als auch auf ihre harten Knospenschuppen beruhen. Aus dem zunehmenden Anbau von verschiedenen exotischen Abietoideae-Arten in Europa - sowohl im Zierpflanzen- als auch im forstlichen Bereich - ergibt sich offensichtlich eine Ausweitung des Wirtsbaumspektrums von C. murinana. So konnte sich C. murinana z.B. an Cedrus atlantica anpassen, und es gibt Hinweise, dass auch eine Anpassung an Abies grandis, Pseudotsuga menziesii und die meisten mediterranen Abies-Arten, einschliesslich, A. normanniana erfolgt.