Titel
Untersuchungen zum Dispersionsflug und zur Wirtsfindung bei Rhizophagus grandis Gyll. (Col., Rhizophagidae)
Verfasser
Erscheinungsjahr
1991
Illustrationen
3 Abb., 4 Tab., 11 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2479
Datensatznummer
200036297
Quelle
Abstract
Der raeuberisch lebende Kaefer Rhizophagus gehoert zu den wichtigsten spezifischen Feinden des Riesenbastkaefers, Dendroctonus micans. 1983 wurde R. grandis in Grossbritannien eingefuehrt und wurde anschliessend in Massenzucht genommen und in Fichtenbestaenden ausgesetzt, die Schaeden durch D. micans aufwiesen. Die Einfuehrung von R. grandis scheint gelungen zu sein, und der Kaefer tritt in Grossbritannien inzwischen als sich hier fortpflanzende Art auf. Mangels frueherer Forschungsergebnisse war wenig ueber die Optimierung von Dichte und Verteilung dieser Kaeferart bekannt. In zwei Versuchen - einer davon mit markierten Kaefern - konnte gezeigt werden, dass sich R. grandis effektiv verbreitet. Vom Freisetzungspunkt aus wurde R. grandis im Umkreis von 200 m nachgewiesen, und der Kaefer konnte seine Beute schnell lokalisieren. Am attraktivsten fuer R. grandis waren D.-micans-Brutbilder mit Altlarven. Bei einem Vergleich von hohen Freilassungsraten (1000 Kaefer/ha) mit Freilassungsraten von 50-100 Kaefer/ha zeigte sich, dass die Koloniebildung hier vier Wochen nach der Freilassung unabhaengig von der Freilassungsrate die gleiche Staerke erreichte. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass R. grandis neue D.-micans-Populationen auffinden kann, die ueber 4 km entfernt sind.