Titel
Ergebnisse der autovegetativen Vermehrung von Saemlingen der Hybridlaerche und Hybriddouglasie
Verfasser
Erscheinungsjahr
1991
Illustrationen
9 Abb., 6 Tab., 27 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200036242
Quelle
Abstract
Die autovegetative Vermehrung von 2/0-Saemlingen bzw. 1/1 Pflanzen von Hybridlaerche und Hybriddouglasie, durchgefuehrt als Bulk-Vermehrung ohne genetische Einengung, erweist sich als ein effektives Verfahren, den vorhandenen Mangel an hochwertigem Hybridsaatgut teilweise zu kompensieren. Unter Nutzung geeigneter Modalitaeten koennen innerhalb von zwei Jahren solche topophysisfreien Pflanzen herangezogen werden, die alle Qualitaetsparameter (Gesamthoehe, Wurzelhalsdurchmesser, Spross-Wurzel- Relation) von 2/0-Saemlingen erfuellen, den positiven Hybrideffekt, der bereits bei Saemlingen zu verzeichnen ist, beibehalten und weitere Selektionsschritte ermoeglichen. - Solche geeigneten Modalitaeten sind: Spruehnebelverfahren im ungeheizten Foliengewaechshaus; Torf: Sand-Substrat 1:10 bis 3:10; Abstecken im Verband 5 x 10 cm oder in Container fuer Forstpflanzen mit einem Volumen >300 ml; Bewurzelungspaste mit 0,2-0,4% (Formel) bei Douglasie und 0,075% bei Laerche; Nutzung des optimalen Schnittzeitpunktes: fuer Douglasie im Maerz vor dem Schwellen der Knospen, fuer Laerche im Mai nach Vortreiben im Glasgewaechshaus ab Mitte Januar, Schneiden der Stecklinge im Mai jedoch erst bei ausreichender Lignifizierung. Weitere Forschungsarbeiten sind erforderlich bzw. bereits eingeleitet, um zu ermitteln, bei welchem Alter der Saemlinge bzw. der bewurzelten Primaerstecklinge die Effizienz der Bulk-Vermehrung eingeschraenkt wird und eine erneute Bereitstellung von 2/0-Saemlingen erforderlich wird. Die steigende waldbauliche Bedeutung der beiden Hybridarten rechtfertigt die Nutzung der autovegetativen Bulk-Vermehrung.