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  • Titel
    Zur Wirkung eines MgO-haltigen Dolomitkalkes auf Forstkulturen in Immissionsgebieten
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Illustrationen
    1 Abb., 4 Tab., 9 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200035645
  • Quelle
  • Abstract
    Duengungsversuche mit Mg-haltigen Kalkformen und Kieserit in unterschiedlich immissionsbelasteten Mittelgebirgslagen Sachsens, Thueringens und des Harzes erbrachten folgende Ergebnisse: 1. Der Mg-Ernaehrungszustand der Fichte ist ein sensibler Weiser fuer qualitativ unterschiedliche Immissionen. 2. Der Mg- Haushalt von Omorikafichte und Eberesche scheint gegenueber SO2-NOx-03- Mischbelastung stabiler zu sein als der von Gemeiner Fichte und Veitchstanne. 3. Mg-haltige Kalke sollten moeglichst fruehzeitig in juengeren, nur maessig geschaedigten Bestockungen eingesetzt werden. Sie bewirken bei fortbestehender Immissionslast eine nadeljahrgangsweise differenzierte und zeitlich befristete Stabilisireung des Mg- Ernaehrungsstatus. 4. Gemeine Fichte, Rotbuche, Eberesche und Veitchstanne reagieren auf die Kalkung staerker als Omorikafichte. 5. Oberflaechenkalkungen beeinflussen innerhalb von 5 Jahren die Ca-Ernaehrung nur schwach. 6. Der MGO-haltige "Waldduengr-Mg" behebt bzw. mildert immissionsbedingte Ernaehrungsstoerungen schnell und staerker als Kalkmergel oder Dolomitkalk sowie nachhaltiger als Kieserit. Er besitzt damit hoehere Gebrauchswerteigenschaften und sollt bevorzugt therapeutisch in Waeldern mit "neuartigen Schaeden" eingesetzt werden. Sein Herstellungsverfahren ermoeglicht die bedarfsgerechte, standorts- bzw. baumartenspezifische Zumischung anderer Naehrelemente.