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  • Titel
    Holzernte und Bodenschutz - Wie ernst muss man das Vorsorgeprinzip nehmen? : Waldwirtschaft und Waldoekologie
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    25 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2354
  • Datensatznummer
    200035529
  • Quelle
  • Abstract
    Es ist prinzipiell nicht moeglich, die Reaktion vernetzter, hierarchisch organisierter Systeme auf menschliche Eingriffe mit Bestimmtheit vorherzusagen. Dies gilt auch fuer die langfristigen standoertlichen Auswirkungen befahrungsbedingter Bodenverformungen. Aufgabe der forstlichen Betriebsforschung ist es, diesen Unsicherheitsbereich zu definieren und gegebenenfalls zu verkleinern. Der Bodengashaushalt erweist sich als oekologisches Bindeglied zwischen Bodenverformungen und der Bodenfunktion als Wurzelraum. Da der gesamte Sauerstoff von der Oberflaeche her in den Boden gelangen muss, ist die Sauerstoffversorgung der Wurzeln bereits durch wenig tiefreichende Bodenverformungen gefaehrdet. Eine solche Versiegelung an der Oberflaeche ist umso schwerwiegender, je groesser die zusammenhaengende Flaeche ohne Luftdurchlaesse ist. Bei mangelnder Bodenbelueftung nimmt die Raumerschliessung des Bodens durch die Wurzeln ab. Dies ist gleichbedeutend mit einer verringerten Stresstoleranz und Anpassungsfaehigkeit an veraenderte Umweltbedingungen, also einer Destabilisierung des Waldes. Da bisher keine praktikablen Randbedingungen einer "unschaedlichen" Befahrung definiert werden koennen, erfordert die vorsorgliche Beruecksichtigung des grossen Schadenspotentials eine Konzentration der Fahrbewegungen auf definierte, begrenzte Teilflaechen.