Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Hecken und Feldgehoelze : Oekologische Beurteilung von Hecken in flurbereinigten und nicht flurbereinigten Gebieten
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Illustrationen
    21 Abb., 14 Tab., 1 Anh., 41 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    2354
  • Datensatznummer
    200034816
  • Quelle
  • Abstract
    Durch Flurbereinigungsmassnahmen hat sich die frueher kleinparzellierte und meist reich strukturierte Feldlandschaft in grossflaechig gegliederte, heckenarme Gebiete verwandelt. Am Beispiel eines nicht flurbereinigten und zweier flurbereinigter Landschaftsausschnitte werden die Folgen des Landschaftswandels fuer den Heckenbestand in pflanzen- und tieroekologischer Hinsicht dargestellt. Ein einfaches Verfahren zur Bewertung von Hecken im Rahmen der Flurbereinigung wurde in den drei Untersuchungsgebieten angewandt. Es wurde ueberprueft, ob das Verfahren geeignet ist, die Erhaltungswuerdigkeit von Landschaftselementen zu beurteilen. Die Untersuchungen wurden im Rahmen der 1985/86 von der Abteilung Landespflege der Forstlichen Versuchsanstalt durchgefuehrten Feldgehoelzkartierung vorgenommen (vgl. Spahl 1990 b). Die Untersuchungsbiete liegen im Noerdlichen Breisgau im Landkreis Emmendingen. In den flurbereinigten Flaechen (Untersuchungsgebiete Hummelberg und Blosenberg) wird Weinbau betrieben. Zur Herstellung ebener, gut bewirtschaftsbarer Rebterrassen wurden waehrend der Flurbereinigung umfangreiche Erdbaumassnahmen durchgefuehrt. Dabei wurde der groesste Teil der alten Hecken entfernt und die gewachsenen Standorte zerstoert. Auf den Boeschungsflaechen der umgestalteten Weinberge wurden neue Hecken angelegt. Diese waren zum Zeitpunkt der Untersuchung 8-10 Jahre bzw. 12-15 Jahre alt. Sie werden mit der Heckenausstattung eines nicht flurbereinigten Gebietes verglichen (Untersuchungsgebiet Bleichheim mit im Durchschnitt 20 Jahre alten und aelteren Hecken). Die Hecken der Flurbereinigungsgebiete unterscheiden sich in Aufbau und Artenzusammensetzung deutlich von den alten Hecken. Durch die erhoehte Erosionsgefahr auf den neu angelegten Loessboeschungen wurden fuer die Neuanpflanzungen ueberwiegend Weiden ausgewaehlt. Diese Anpflanzungen wiesen einen ausgesprochenen Pioniercharakter auf. Es wird bemaengelt, dass fuer diese Anpflanzungen keine Pflegeplaene vorliegen, die aufzeigen, wie ueber weitere Massnahmen der Pflege und Pflanzung eine Entwicklung von gebietstypischen Hecken gefoerdert werden kann. Die Hecken des nicht flurbereinigten Untersuchungsgebietes Bleichheim zaehlen pflanzensoziologisch zum Verband Berberidion. Es sind die Assoziationen Pruno-Ligustretum und Rhamno-Cornetum sanguineae vertreten. Diese Hecken wurden naeher untersucht. Aus den Ergebnissen werden Hinweise fuer die Artenwahl bei der Neubegruendung von Hecken in der Vorbergzone abgeleitet (vgl. Tab. 5). Aus tieroekologischer Sicht sind Hecken ein ausgesprochen artenreicher Lebensraum. Gut untersucht sind Hecken als Lebensraum fuer phytophage Insekten und buschbruetende Vogelarten (Zwoelfer et al. 1981). Die Hecken der drei Gebiete Bleichheim, Hummelberg und Blosenberg werden hinsichtlich ihrer Eignung als Lebensraum fuer diese beiden Artengruppen beurteilt. Obwohl die .......