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  • Titel
    Beobachtungen über die neu eingeschleppte Schildlausart Pulvinaria regalis CANARD an Park- und Alleebäumen in einigen Stadtgebieten im nördlichen Rheinland
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Illustrationen
    14 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    1255
  • Datensatznummer
    200032975
  • Quelle
  • Abstract
    In der vorliegenden Arbeit wurde die Verbreitung, das Wirtspflanzenspektrum, die Biologie und Ökologie der neu eingeschleppten Wolligen Napfschildlausart Pulvinaria regalis CANARD (Homoptera, Coccoidea) an Park- und Alleebäumen in einigen Stadtgebieten im nördlichen Rheinland beobachtet und untersucht. Pulvinaria regalis zeigte eine Verbreitung von Bonn bis Brühl, Köln und Düsseldorf und ein Befall wurde insbesonders an Rosskastanie (Aesculus spp.), Ahorn (Acer spp.) und Linde (Tilia spp.), aber auch an Blasenbaum (Koelreuteria paniculata), Blütenhartriegel (Cornus florida) und Magnolie (Magnolia acuminata) festgestellt. Diese Wollige Napfschildlaus konnte im Stadtgebiet von Bonn eine Generation im Jahr vollenden und überwinterte als Nymphe. Die Eiablage erfolgte von Ende April bis Mitte Mai auf den Stamm und auf Äste. Von Mitte Mai bis Ende Juni schlüpften die Crawler und etablierten sich fuer den Rest des Sommers auf den Blättern. Bis zum Herbst entwickelten sie sich zu Erst- und Zweitnymphen. Kurz vor dem Blattbefall wanderten sie auf dünne Äste, wo sie ebenfalls Saft saugten und im April des nächsten Jahres das Adultstadium erreichten. Männchen waren relativ selten und nicht auf allen befallenen Ästen entwickelten sich männliche Puparien. Die Nymphen besiedelten während des Sommers beide Blattseiten, jedoch war die Bevorzugung einer Blattseite von der Wirtspflanzenart abhängig. Bei Rotblütiger Rosskastanie (Aesculus x carnea), Rotahorn (Acer rubrum), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Spitzahorn (Acer platanoides) und Winterlinde (Tilia cordata) wurde die Blattunterseite, bei Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und Silberlinde (Tilia tomentosa) die Blattoberseite bevorzugt besiedelt. Die höchste Besiedlungsdichte wurde mit 64.100 Nymphen je m2 auf Blättern der Rotblütigen Rosskastanie, die niedrigste mit 600 Nymphen je m2 auf Blättern des Spitzahorns ermittelt.