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  • Titel
    Schonende Extraktion und chromatographische Kennzeichnung von Huminstoffen in Müll- und Müllklärschlammkomposten
  • Paralleltitel
    Characterization of humic substances from town refuse and refuse-sewage sludge composts
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    20 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4284
  • Datensatznummer
    200031826
  • Quelle
  • Abstract
    Zur Feststellung der Bildung von Huminstoffsystemen im Zuge der Rotte von Müll- und Müllklärschlammkomposten wurden vier Kompostproben verschiedenen Alters aus den Kompostwerken Biomull (Wien) und Traiskirchen (Niederösterreich) entnommen, die Huminstoffe daraus extrahiert und in die Stoffgruppen Fulvosaeuren und Braunhuminsäuren fraktioniert. Extrakte, Fulvosäuren und Braunhuminsäuren wurden chromatographisch an porenkontrolliertem Glas mit einem Porendurchmesser von 17,0nm untersucht. In den Chromatogrammen wurden die Farbstoffverteilung durch Messung der Extinktion bei 400nm und die Kohlenstoffverteilung verfolgt und der Verlauf der auf Kohlenstoff bezogenen spezifischen Extinktion berechnet. Die Maxima dieser spezifischen Extinktionen wurden als Stoffkonstanten von "Reinhuminstoffen" bestimmt und zur Berechnung der Kohlenstoffverteilung der "Reinhuminstoffe" verwendet. Die Kohlenstoffverteilung der begleitenden Nichthuminstoffe ergab sich als Differenz. Die spezifischen Extinktionen von "reinen Fulvosäuren" lagen zwischen 30 und 75, die von "reinen Braunhuminsäuren" zwischen 80 und 280. Juengere Komposte ergaben ein niedrigeres Verhältnis von "Rein-Braunhuminsaeuren" : "Rein-Fulvosäuren". Im Verlauf der Nachrotte wurde zunächst eine Polymerisation der Huminstoffe festgestellt, der jedoch eine Abbauphase mit Huminstoffdepolymerisation folgte.