Titel
Schutzwaldsanierung im Bayerischen Hochgebirge Fallbeispiel Hinterstein im Oberallgaeu
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Illustrationen
12 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200031690
Quelle
Abstract
"Der junge Wald wird selten alt", "Wild frisst Schneisen fuer Lawinen", "Luecken im Schutwald fuehren zu grossen Schaeden", "Erfolg der Schutzwaldsanierung wegen Schalenwildverbiss fraglich". Mit Schlagzeilen wie diesen wurde die Schutzwaldsanierung in Bayern nicht nur von den Medien, sondern auch vom Bayerischen Obersten Rechnungshof in den letzten Jahren oft bedacht. Schutzwaldsanierung macht trotzdem Sinn, ist notwendig und kann auch erfolgreich sein, zeigt das vorliegende Fallbeispiel Hinterstein. Grundlage fuer erfolgreiche Sanierungsvorhaben ist das Schutzwaldsanierungsprogramm der Bayerischen Staatsforstverwaltung, in dem die sanierungsnotwendigen Waldbereiche erfasst und bereits grob beplant sind. Negative Tendenzen in Schutzwaldbereichen werden aufscheinend, ihnen kann bereits fruehzeitig begegnet werden. Durch dieses Programm besteht zudem die Moeglichkeit, bereits im Vorfeld, alle an einem Sanierungsobjekt Beteiligten in die Gesamtmassnahmen einzubinden. Wie wichtig dies ist, verdeutlicht das Projekt Hinterstein. Denn ueber das notwendige technische und biologische "Know-how" verfuegen die ausfuehrenden Behoerden (Forstamt und Wasserwirtschaftsamt), "biologische Automation", "Kosteneinsparungen" sind auch keine Fremdwoerter mehr. Sollen die Investitionen jedoch nicht in den Sand gesetzt sein, ist vor allem die Mitarbeit verantwortungsvoller Grundbesitzer und einer engagierten Jaegerschaft notwendig. Denn wirkdame, zielfuehrende Schutzwaldsanierung erfordert einen integralen Loesungsansatz: Langfristige Planung einerseits, sowie technische, forstliche und ergaenzende flankierende Massnahmen andererseits gehoeren zusammen.