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  • Titel
    Untersuchungen zur Wurzelverteilung unterschiedlich belaubter Buchen - Eine Fallstudie
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Illustrationen
    9 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    200031447
  • Quelle
  • Abstract
    Im Spaetsommer 1991 wurden an mehreren Stellen im Forstamt Siegen-Nord Altbuchen mit extrem schuetterer Belaubung beobachtet, neben denen Buchen standen, die voll belaubt waren. Da an verlichteten Buchen an den oberirdischen Vegetationsorganen keine biotischen Schaeden festgestellt wurden, die den Zustand der Baeume erklaerten, bestand die Vermutung, dass das Wurzelsystem der Waldbaeume gestoert sein koennte. Um dieser Frage nachzugehen, wurden an einer schuetter belaubten (A) und einer voll belaubten Buche (B), die ca. 10m voneinander entfernt standen, Wurzelgraeben angelegt und die Wurzelverteilung und die Bodenmorphologie erhoben. Das Ergebnis der Untersuchung ist, dass die schuetter belaubte Buche A ein deutlich flacheres Wurzelsystem ausgebildet hatte als die voll belaubte Buche B. Das flach ausgebildete Wurzelsystem der Buche A duerfte dabei durch einen direkt unter dem Baum befindlichen Bodenbereich bedingt sein, der Merkmale von Staunaesse aufwies. Hierdurch ist der vertikale Bodenbereich, den die Buche A fuer die Wasserversorgung nutzen kann geringer als bei Buche B, die deutlich tiefer wurzelt und insbesondere in Trockenperioden noch Wasser aus tieferen Bodenhorizonten nutzen kann. Die schuettere Belaubung der Buche A kann demnach eine Folge einer unzureichenden Wasserversorgung des Baumes in dem trockenen Sommer 1991 sein. Diese Vermutung wird auch dadurch gestuetzt, dass die Buche A deutlich mehr Bluetenknospen angelegt hatte als die tief wurzelnde, voll belaubte Buche B.