Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Vegetationskundliche Untersuchungen auf einer Schnellwuchsplantage mit Pappeln und Weiden nach Ackernutzung
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Illustrationen
    21 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    200031393
  • Quelle
  • Abstract
    Die Bodenvegetation einer mit Balsampappeln, Aspen und Weiden bestockten Biomasseplantage auf ehemaligem Acker wurde in der 5. Vegetationsperiode (d.h. im Sommer vor der ersten Ernte) und in den zwei Folgejahren charakterisiert und mit der Flora des angrenzenden Weizenackers und der die Plantage umgebenden Gruenbracheflaechen verglichen. Im Unterschied zum Acker wurden Plantage und Gruenbrache nicht mehr mit Herbiziden behandelt. Unter den Plantagebestaenden stieg die Gesamtartenzahl von 17 auf 145 Arten an. Wintergruene und kurzlebige Arten herrschen vor und bilden einen deutlichen Fruehjahrs- und Herbstaspekt. Arten von Ackerunkrautgesellschaften sind noch stark vertreten, Arten von Gruenlandgesellschaften sowie von waldnahen Staudenfluren und Gebueschen wandern ein. Die Deckungsgrade variierten 1987 je nach ueberschirmender Baumart zwischen 25 und 75% (mit Extremen von 5 bis 100%), die Sprosstrockenmassen im Hochsommer von 0,19 bis 1,96 t/ha. Sie waren auf der noerdlichen, insgesamt besser draenierten Teilflaeche und unter wuechsigen Pappeln niedriger als auf der suedlichen Teilflaeche mit hoeherem Anteil feuchter bis nasser Standorte sowie unter den geringwuechsigen Weiden. Die mittleren Zeigerwerte der Bodenvegetation (Reaktions- und Stickstoffzahl) korrelierten mit den gemessenen chemischen Bodenparametern. In den beiden Jahren nach der ersten Ernte nahmen Artenzahlen und Deckungsgrade auf den Schlagflaechen zu. Die in verschiedenen Varianten verabreichte N-, P-, K- und Mg-(Ca)-Duengung (alleine und in Kombination) wirkte sich bislang auf die Zusammensetzung und die Biomasse der Bodenvegetation nicht aus, da die Boeden aus der Zeit der frueheren landwirtschaftlichen Nutzung noch sehr gut mit Naehrstoffen ausgestattet sind. In der Sprossmasse waren je nach deren Deckung und Wuechsigkeit pro Hektar 7-35kg N, 1-7kg P, 2-16kg Ca, 5-47kg K und 0,5-4kg Mg akkumuliert.