Titel
Fungistatische Wirksamkeit phenolischer Inhaltsstoffe der Fichte Picea abies (L.) Karst. und Einfluss von SO2
Verfasser
Erscheinungsjahr
1993
Illustrationen
13 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200031209
Quelle
Abstract
Phenolische Inhaltsstoffe wurden aus verschiedenen Geweben von Fichte (Picea abies) extrahiert und fungistatisch wirkende Komponenten auf dem Duennschichtchromatogramm mit Hilfe von Cladosporium cucumerinum lokalisiert. Die Substanz mit der staerksten fungistatischen Wirkung wurde isoliert und mit Hilfe von UV-, Massen- und hoch 1H-NMR-Spektren als Isorhapontin identifiziert. Die hoechsten Isorhapontingehalte in einer 15jaehrigen Fichte wurden in der aeusseren Wurzelrinde mit 1,3%, in Stammrinde mit 0,4% und in Feinwurzeln mit 0,3% gemessen. Die Gehalte im Splintholz lagen zwischen 0,001% und 0,01% (alle Werte bezogen auf Frischmasse). Die Braunfaeuleerreger Phaeolus schweinitzii und Fomitopsis pinicola wurden durch Isorhapontin in vitro konzentrationsabhaengig gehemmt (50%ige Wachstumshemmung bei Konzentrationen von 1,25 mM bzw. 3 mM). Die Weissfaeulepilze Trametes versicolor, Heterobasidion annosum und Armillaria ostoyae wurden durch Isorhapontin nur geringfuegig im Wachstum beeintraechtigt. Erste Untersuchungen 6 Monate nach Langzeitbegasung mit SO2 (0,28-0,34 ppm) ergaben im Vergleich zu unbehandelten Kontrollpflanzen eine Verringerung fungistatischer Stilbene in Feinwurzeln und Rinde (indirekter Effekt).