Titel
Die Veränderungen des Humuskörpers eines Kolluvisols nach Aufforstung im Vergleich zu benachbarten landwirtschaftlich genutzten Kolluvisolen
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Illustrationen
43 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200030972
Quelle
Abstract
In Gebiet der Bornhoeveder Seenkette, Schleswig-Holstein, wurde die Zusammensetzung der organischen Bodensubstanz in Kolluvisolen ermittelt und deren Genese rekonstruiert. Die Kombination von Untersuchungen der Morphologie und der mikrobiellen Biomasse sowie der nasschemischen Humusanalyse, der 13C-NMR-Spektroskopie und der Pyrolyse Feld-Ionisation Massenspektrometrie erlaubte eine weitgehende Charakterisierung des Humuskoerpers. Der Kolluvisol unter einem Eichen- und Eichen- und Kiefern- Mischwald hat sich im Vergleich zu aehnlichen landwirtschaftlich genutzten Kolluvisolen in unmittelbarer Naehe innerhalb von 90 Jahren nach der Aufforstung stark veraendert. Der pH-Wert ist um zwei Einheiten gesunken, die Basensaettigung hat stark abgenommen. Die Humusmenge im Boden hat sich durch die Halbierung der mikrobiellen Aktivitaet verdoppelt. Aliphatische Huminstoffe haben sich im Boden angereichert und werden mit dem Sickerwasser in den Unterboden verlagert. Der Oberboden ist sauergebleicht (MAeh), die Entwicklung eines MAe-Horizontes setzt ein. Geringe Bioturbation verursacht die Ausbildung einer Humusauflage mit L-Of-Oh-Abfolge. Die Humusform Moder zeigt Tendenzen mit Rohhumusbildung.