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  • Titel
    Wirtschaftliche Moeglichkeiten der Forstbetriebe
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    13 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    638
  • Datensatznummer
    200030964
  • Quelle
  • Abstract
    Die goldenen Zeiten, in denen die Forstwirtschaft beachtliche Gewinne abwarf und den jeweiligen Eigentuemern - seien es der Staat, die Kommunen oder die privaten Besitzer - respektable finanzielle Ueberschuesse zur Verfuegung stellte, sind wohl endgueltig vorbei. Ein entsprechendes Umdenken ist gefordert. Heute muss die "Zentral-Ressource Wald" im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, und es kommt darauf an, Mittel und Wege zu finden, um die Ansprueche der Gesellschaft sowie der Eigentuemer an der vollen Leistungsfaehigkeit dieses Waldes in Einklang zu bringen. Die Waldbesitzer haben durch die Abdeckung des Aufwandes fuer den Bereich "Biologische Produktion" lange Zeit Vorleistungen erbracht. Ein Zurueckfuehren gerade dieses Bereiches etwa nach skandinavischem Muster auf ein Niveau, das hohe Gewinne erwarten laesst, ist unter unseren Verhaeltnissen in der extremen Form wie in Skandinavien auszuschliessen. Eine Anerkennung dieser erbrachten Leistungen ist unabdingbar, und es ist von dem Staat - d.h. von der Gesellschaft - die notwendige Unterstuetzung einzufordern, wenn die Massnahmen fuer eine derartige Zukunftsvorsorge aus den Holzerloesen nicht mehr finanzierbar werden. Es muss Beachtung finden, dass holzernte und Holzverkauf temportaete Erscheinungen sind, dass aber alle Aufwendungen fuer die biologische Produktion sowie fuer Erschliessung und Verwaltung des Waldvermoegens auf Dauer ausgerichtet sind und daher bei Holzpreisverfall nicht einfach ausgesetzt werden koennen. Es liegt an den Waldbesitzern, diese Zusammenhaenge zu sehen und anzuerkennen, daraus die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen und in Aktivitaeten umzusetzen. Wir sollen uns klar werden, dass ganz allgemein nachwachsende Rohstoffe und Ressourcen unabschaetzbar an Wert gewinnen, je mehr wir die nicht erneuerbaren Ressourcen ausbeuten und verbrauchen. Das Einfangen von Sonnenenergie durch die Pflanzen - und vor allem durch die Waldbaeume - und deren Umsetzung in verwertbare Rohstoffe und in Energie kann in einer Welt der schwindenden Reserven nicht wichtig genug eingeschaetzt werden. Wenn wir fuer die weitere Zukunft auf etwas bauen koennen, dann vor allem auf den noch voll genutzten Einfall von Sonnenenergie. Das Raumschiff Erde hat nur diese eine gruene Lunge und diesen einen Generator fuer Energie und Biomasse. Auch fuer dessen Erhaltung und Pflege tragen wir Verantwortung. Sehen wir zu , dass wir dieser Verantwortung im Hinblick auf kuenftige Generationen gerecht werden.